Stadt Gotha

Der Friedenstein zieht in die Stadt

Foto: Uta Kolano, Timo Trümper, Bernd Lange, Christine Grund und OB Knut Kreuch © SSFG /Bernd Seydel

Schlüsselübergabe und – Name gesucht! – Donnerstag, 7. September 2023 Dependance in der Jüdenstraße 1

Der Friedenstein bezieht ein Quartier in der Innenstadt, um näher an den Menschen zu sein. Am Donnerstag hat Bernd Lange, der Besitzer der Immobilie, in Anwesenheit von Oberbürgermeister und Stiftungsrat-Vorsitzendem Knut Kreuch den Schlüssel übergeben. Für die Stiftung entgegen genommen haben diesen Dr. Timo Trümper, Direktor Wissenschaft und Sammlungen, und Uta Kolano, Teilprojektleiterin „Wunderkammer“. Nur eines fehlt noch: Der Name. Der Friedenstein lädt alle herzlich ein, sich an der Namensfindung zu beteiligen. 

Oberbürgermeister Knut Kreuch sagt: „Bürgerschaft, symbolisiert durch das Rathaus, und Staat, verkörpert durch das Schloss, liegen in Gotha in Metern so weit auseinander, wie das Jahr Tage hat. Das ist Anspruch und Idee zugleich, den Friedenstein zukunftsfähig mit allen Generationen zu entwickeln. Besonders junge Menschen freuen sich, dass sie in der Ferne, beim Gedanken an den Friedenstein, Heimat empfinden.“

Die künftige Dependance liegt direkt am Hauptmarkt (Jüdenstraße. 1). Auf 260 Quadratmetern entsteht hier ein Raum für Workshop-Angebote, Ausstellungen und Veranstaltungen, der als Open Space auch anderen Akteur*innen der Stadt offensteht. Auch das „Friedenstein Art & Media Lab“, die „GeschichtsWerkStadt“ und ein (zu gründender) Jugendrat werden dort ihren Sitz haben.

Der Friedenstein wird hier zahlreiche Programme anbieten, die mit Geschichte, mit Kunst, Natur und mit dem Heute zu tun haben. Was können wir nachhaltig aus der Historie des Friedensteins und den turbulenten früheren Zeiten lernen? Was hat das alles mit uns und unserem gegenwärtigen Leben zu tun? Die Stiftung möchte, die und Gothaer*innen abholen, damit sie die Schönheit und die Bedeutung des großartigen Friedenstein-Ensembles (neu) entdecken. 

Die Dinge beim Namen nennen! Nur wie? à Name gesucht!

Von Anfang an möchte der Friedenstein diejenigen mitnehmen, für die der Ort geschaffen wird: Deshalb sind alle Interessierten jeglicher Altersstufen aufgerufen, sich an der Namensfindung zu beteiligen. Wie könnte die neue Dependance in der Innenstadt heißen? Auch Ideen, Wünsche und Anregungen für das Programm, Veranstaltungen und die künftige Nutzung sind willkommen: Was erhoffen sich die Bürger*innen vom Friedenstein, von seiner Präsenz in der Stadt? Die Stiftung freut sich über Vorschläge, die bis zum 29. September an wunderkammer@stiftung-friedenstein.de gesendet werden können. 

Unter allen Einsendungen verlost die Stiftung 3×2 Eintrittskarten für die Sonderausstellung 2024 zum Thema „Stirb langsam. Grünes Herz“ im Herzoglichen Museum.

„Mitten in der Stadt, mitten unter den Menschen – mit den Menschen. Das ist die Zukunft des Friedensteins. Wir wollen das in Gotha verbreitete Bild von ‚die da oben auf dem Schloss‘ verändern“, sagt Uta Kolano, Teilprojektleiterin „Wunderkammer“. Ihr Team ist im Rahmen des Projekts „Open Friedenstein!“ (OF!) für den Bereich Vermittlung zuständig. Ausgehend von der Kunst- und Wunderkammer als Ort des Wissens, des Staunens und der Kommunikation schafft das Team Angebote, um Menschen in Gotha, der Region und bundesweit für die kulturelle sowie historisch-politische Bildung („Empowerment“) zu begeistern. Erreicht werden diese Ziele lokal, mobil und digital. OF! wird von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert.

Die Renovierungsarbeiten sind abgeschlossen, die ersten Veranstaltungen geplant. Den Auftakt macht der Workshop „#vrschwrng – ein interaktives Toolkit gegen Verschwörungstheorien“ am 27. und 28. September. Im Rahmen der ACHAVA-Festspiele findet in der Dependance vom 9. bis 11. Oktober der Workshop „Lebendige Erinnerung: Die Leben des Pavel Taussig und Petro Mischtschuk – Animationsfilme“ statt.

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