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Bildungsministerium zeigt Anne Frank Ausstellung unter dem Motto „Ideale“

Zum diesjährigen Anne Frank Tag unter dem Motto „Ideale“ zeigt das Thüringer Bildungsministerium die Lebensgeschichten von Anne Frank und Lin Jaldati mit Hilfe historischer Fotografien auf sieben großformatigen Plakaten. Zudem wird die Geschichte von Victor Kugler, einem Büroangestellten der Familie Frank, erzählt. Er begab sich in Lebensgefahr, um seine jüdischen Freundinnen und Freunde zu retten.

Zur Ausstellungseröffnung hat Bildungsminister Helmut Holter heute Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Gemeinschaftsschule Otto Lilienthal Erfurt im Ministerium begrüßt. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich bereits im Vorfeld intensiv mit dem Leben von Anne Frank und Lin Jaldati.

Die Ausstellung ist noch bis zum 13. Juni 2023 im Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in der Werner-Seelenbinder-Straße 7 in Erfurt zu sehen. Interessierte Schülergruppen und Lehrkräfte können die Ausstellung nach vorheriger Anmeldung donnerstags und freitags zwischen 9:00 und 14:00 Uhr besuchen.

Bildungsminister Helmut Holter: „Die jährlich stattfindende Ausstellung anlässlich des Anne Frank Tages ist ein fester Bestandteil der Demokratiebildung in Thüringen geworden, der dazu anregt, sich mit der Geschichte zu beschäftigen. Es freut mich, dass auch in diesem Jahr wieder Schülerinnen und Schüler die Ausstellung unter dem Motto „Ideale“ anschauen und sich thematisch mit dem Leben von Anne Frank und Lin Jaldati beschäftigen. Ziel der Ausstellung ist es, die Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Idealen und Werten anzuregen und damit die Entwicklung demokratischer Persönlichkeiten zu unterstützen.“

Anne Frank ist eines der bekanntesten Opfer des Holocaust. Bundesweit werden Schüler*innen an über 650 Schulen anlässlich Anne Franks Geburtstag am 12. Juni an das jüdische Mädchen und die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnern.

In ihrem bekannten Tagebuch schrieb Anne Frank auch über ihre eigenen Ideale wie Gleichheit, Gerechtigkeit und Hilfsbereitschaft und motiviert damit noch heute: „Wie wunderbar ist es, dass niemand auch nur eine Minute zu warten braucht, um die Welt langsam zu verändern!“

Anne Frank ist Teil von Jalda Reblings Familiengeschichte: Ihre Mutter Lin Jaldati war gemeinsam mit Anne in den Konzentrationslagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen. Vor dem Zweiten Weltkrieg kannte man Lin Jaldati als Tänzerin und Sängerin jiddischsprachiger Lieder. Während der deutschen Besetzung der Niederlande kämpfte sie im Widerstand. Jalda Rebling selbst wurde 1951 geboren und ist Schauspielerin. Gemeinsam mit ihren Eltern Lin Jaldati und Eberhard Rebling gestaltete sie 1979 einen „Abend für Anne Frank“. Jalda ist Spezialistin für jüdische Musik vom Mittelalter bis in die Moderne. Bis zum Tod ihrer Mutter 1988 gaben Jalda, ihre Schwester Kathinka und ihre Eltern zusammen viele Konzerte. 2007 erhielt Jalda ihre Semicha als Chasan, d. h. sie ist Kantorin und religiöse Lehrerin in jüdischen Gemeinden. Sie leitet jüdische Gemeinden in Europa, Israel und den Vereinigten Staaten. Darüber hinaus ist sie Studienleiterin der European Academy for Jewish Liturgy in London.

Weitere Informationen zum Anne Frank Tag 2023 sind auf der Webseite des Anne Frank Zentrums Berlin zu finden.

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