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Neues Online-Portal „GOTHA.digital“ freigeschaltet

GOTHA.digital“ schafft neue Perspektiven auf kulturelles Erbe und Wissenschaft.

Bei einem gemeinsamen Pressetermin haben die Forschungsbibliothek Gotha, das Forschungszentrum Gotha, das Forschungskolleg Transkulturelle Studien/Sammlung Perthes und die Stiftung Schloss Friedenstein mit ihren Projektpartnern heute das neue Online-Portal „GOTHA.digital“ freigeschaltet. Es ist der integrierte digitale Such-, Präsentations- und Forschungsraum des Friedenstein Gotha, der außerordentliche Sammlungen in ihrem historisch überlieferten Zusammenhang bewahrt. GOTHA.digital bietet Wissenschaftler*innen und Interessierten den zentralen Einstieg zu allen digitalen Objekten und Daten aus Archiv, Bibliothek und Museum, die bislang in zahlreichen Datenbanken und Portalen verteilt sind. Gleichzeitig stellt es den Zugang zu Informationen über die Sammlungen und die wissenschaftlichen Aktivitäten am Sammlungs- und Forschungsstandort Gotha bereit.

GOTHA.digital führt digitale Objekte und Daten aus fünf Gothaer Institutionen zusammen: der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt, der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und des Thüringer Landesarchivs – Staatsarchiv Gotha sowie des Forschungszentrums Gotha und Forschungskollegs Transkulturelle Studien / Sammlung Perthes der Universität Erfurt.

GOTHA.digital ist ein Meilenstein für die Sichtbarkeit, weltweite Zugänglichkeit und Erforschung der Gothaer Sammlungen im Kontext der digitalen Transformation von Wissenschaft und Kultur.  GOTHA.digital erlaubt die Vernetzung der Daten und eröffnet zahlreiche Nutzungsszenarien im Bereich der digitalen Geisteswissenschaften, zum Beispiel Text- und Data Mining, Netzwerkanalysen oder Informationsvisualisierungen.

In GOTHA.digital sind derzeit 2,4 Millionen Datensätze und 1,7 Millionen Scans von Handschriften, gedruckten Werken, Karten, Archivalien und musealen Objekten nutzbar. Das Portal präsentiert die Online-Sammlung der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha und enthält Daten aus acht nationalen und überregionalen Datenbanken, in denen die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt und das Thüringer Landesarchiv – Staatsarchiv Gotha ihre Objekte katalogisieren und digitalisieren.

GOTHA.digital ermöglicht die sammlungs- und institutionenübergreifende Suche nach digitalen Objekten, deren wertvolle Originale seit Gründung des Herzoghauses Sachsen-Gotha-Altenburg 1647 auf dem Friedenstein zusammengetragen werden und heute in Gotha verteilt sind und von verschiedenen Institutionen betreut werden. Das Metaportal unterstützt sammlungsübergreifendes Arbeiten: Nutzende finden etwa zu einem Thema, einer Persönlichkeit oder einer Provenienz neben den Digitalisaten historischer Originale auch weiterführende Literatur aus dem großen Bücherfundus von Forschungsbibliothek Gotha und Universitätsbibliothek Erfurt sowie Informationen zu laufenden oder abgeschlossenen Projekten der Einrichtungen auf dem Friedenstein.

GOTHA.digital ermöglicht kuratierte Sammlungseinblicke, etwa über eine integrierte digitale Ausstellungsplattform. Beispielhaft für Sammlungszusammenhänge haben die Partner unter dem Titel „Geprägte Geschichte – Das Münzkabinett Gotha“ eine Storytelling-Anwendung entwickelt. Hier können Interessierte in die wechselvolle Geschichte des Münzkabinetts eintauchen sowie historisches Münzwissen und heutige Methoden der Münzerschließung und -digitalisierung erkunden.

GOTHA.digital wurde von der Forschungsbibliothek Gotha initiiert und großzügig vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft gefördert. Das Portal ist das Ergebnis einer dreijährigen intensiven und vertrauensvollen Zusammenarbeit der Institutionen aus Gotha und der technischen Partner, der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena und der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes, Göttingen.

GOTHA.digital ist mit seiner offenen und modularen Infrastruktur Teil der dynamischen digitalen Entwicklungen auf dem Feld des kulturellen Erbes und der Wissenschaften. Es nutzt modernste Suchmaschinen- und Präsentationstechnologie. Das Portal versteht sich als Motor und Experimentallabor für die digitale Transformation von Kultur und Wissenschaft im Land Thüringen. GOTHA.digital ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe. Es bietet künftig Raum für kreative, unkonventionelle Experimente mit Daten und lädt interessierte Bürgerwissenschaftler*innen ein, den virtuellen Kulturraum Thüringens zum Beispiel im Rahmen von Citizen Science-Projekten mitzugestalten.

GOTHA.digital wird ständig um Digitalisate, Metadaten, Informationen und Sammlungspräsentationen erweitert, die in den Projekten der beteiligten Institutionen und im Vorhaben „Gotha transdigital“ der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha entstehen, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) über die Thüringer Staatskanzlei gefördert wird. Die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena hat das technische Konzept von Gotha.digital mitentwickelt und gewährleistet als Landesdigitalisierungszentrum für den Kultursektor in Thüringen die dauerhafte Systembetreuung sowie die Speicherung und Langzeitarchivierung der digitalen Daten und vielfältigen Digitalisate aus den verschiedenen Teilportalen. In einem nächsten großen Schritt soll Gotha.digital zu einer integrierten Forschungsplattform ausgebaut werden.

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