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Pressemeldung der Landespolizeidirektion zum Jahreswechsel 2022/2023

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Erfurt (ots)

Der Jahreswechsel 2022/2023 stellte für die Thüringer Polizei vor dem Hintergrund der Aufhebung der epidemischen Lage und der hiermit verbundenen Verbotsverfügungen eine erhebliche Herausforderung dar. Der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit galt dieses Jahr, vor dem Hintergrund der Aufhebung des bundesweiten Verbots zur Verwendung von Pyrotechnik auf öffentlichem Grund, besondere Gewichtung.

Infolge der kaum absehbaren Einsatzlage erhöhte die Landespolizeidirektion die polizeiliche Präsenz in allen Schutzbereichen deutlich, um auf jedwede Lageentwicklung reagieren zu können.

Thüringenweit war über Silvester, im Vergleich zu den Vorjahren während der Pandemielage, ein erhöhtes Einsatzaufkommen zu verzeichnen. Aufgrund der milden Außentemperaturen konnte ein ausgesprochen hohes Personenaufkommen in der Öffentlichkeit festgestellt werden. Die Menschen befanden sich in „Feierlaune“, welche oft aufgrund zu hohem Alkoholpegel und dem unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik in körperlichen Auseinandersetzungen und einer erheblichen Anzahl von Brandfällen endete. So ereigneten sich beispielsweise in der Landeshauptstadt mehrere Körperverletzungsdelikte, bei welchen in Einzelfällen auch Messer und in einem Fall eine Schreckschusspistole als Tatmittel Verwendung fanden. Im Zuge eines Brandfalles im Bereich der Kalkreiße wurden neben drei Lagercontainern auch ca. 40 Fahrzeuge eines Autohandels zerstört.

Mit Stand vom 01. Januar 2023, 04:00 Uhr, registrierte die Thüringer Polizei insbesondere:

=> ca. 58 Körperverletzungsdelikte

=> ca. 60 Verstöße im Gebrauch mit Pyrotechnik

=> ca. 36 Sachbeschädigungen im Zusammenhang mit Pyrotechnik

=> ca. 88 Brände (auch im Zusammenhang mit der Verwendung von Pyrotechnik)

=> ca. 14 Verkehrsdelikte (Fahruntüchtigkeit infolge Alkohol – und Betäubungsmittelkonsum)

Auch in diesem Jahr kam es bedauerlicherweise wieder zu sehr schweren Verletzungen durch den unsachgemäßen Gebrauch von Pyrotechnik. Im Bereich Gotha verletzte sich ein 42-Jähriger schwer, nachdem es durch die Detonation einer Kugel- oder Rohrbombe zum Abriss seiner beiden Unterarme kam. Im Bereich Schleiz experimentierte ein 21-Jähriger ebenfalls mit einer sogenannten Kugelbombe, welche in der Folge unkontrolliert detonierte und dem jungen Mann eine Hand abriss.

Insgesamt zieht die Thüringer Polizei ein positives Fazit zur Bewältigung der Einsatzlagen, wenngleich es auch in den eigenen Reihen verletzte Polizeibeamte gab.

Original-Content von: Landespolizeidirektion Thüringen, übermittelt durch news aktuell.

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