Kreuch kritisiert Landesfehlentscheidungen

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Klare Worte vom Gothaer Stadtoberhaupt zum Entwurf des Landesentwicklungsplans.

Dass die Residenzstadt Gotha, seit Jahrzehnten direkt neben dem Oberzentrum Erfurt gelegen, nun von den neu geplanten Oberzentren „Bezirk Suhl“ und Eisenach eingekreist werden soll, ruft Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch auf den Plan. „Ich verstehe das Infrastrukturministerium nicht, wo ohne Bürgerbeteiligung aus Gotha, ohne direkte Gespräche mit der Stadt als betroffenen Kommune, nun eine Umzingelung von Gotha vorgenommen wird, um Orten wie Eisenach nachträglich die Einkreisung schmackhaft zu machen oder Orten wie Suhl Nachbarschaft zu verschaffen, die gar keine Nachbarn werden wollen.“.

„Gotha ist in vielfacher Hinsicht die bevölkerungsstärkere Stadt, eine Stadt, die ihre Aufgaben ohne ständige zusätzliche Landeszuweisungen erfüllen kann, was bei Eisenach oder Suhl nicht der Fall ist; eine Stadt, die durch die Kooperation mit der Universität Erfurt ein universitäres Forschungszentrum besitzt, die Fachhochschulstadt ist, auch wenn sie es nicht ans Ortsschild schreibt und die über starke wirtschaftliche Potentiale verfügt“, so der Gothaer Oberbürgermeister in einem Statement. Gleichzeitig weißt Kreuch daraufhin, dass der Landesentwicklungsplan noch eine weitere Verschärfung aufweist, denn alle Orte über 6.000 Einwohnern sollen Grundzentrum werden. Damit versucht die Landespolitik erneut Gotha die Entwicklungspotentiale abzuschneiden, denn die Stadt ist durch landespolitische Entscheidungen dann auch von den neuen Grundzentren (Drei Gleichen, Georgenthal und der Landgemeinde Nessetal) eingekreist, wo derzeit große Bestrebungen sind, durch Flächennutzungspläne Bau- und Gewerbegebiete auszuweisen.

„Ich sehe, dass sich die Landespolitik der letzten Jahrzehnte unverändert fortsetzt, um Gotha kleinzukriegen und landespolitisch in die Bedeutungslosigkeit abzuschieben. Alles, was Gotha in den letzten Jahrzehnten erreichte, mussten die Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Stadtrat aus eigener Kraft schaffen. Gottseidank gibt es hier Menschen, die ihre Stadt lieben und sich nicht von landespolitischen Fehlentscheidungen beeindrucken lassen“, so Knut Kreuch.

„Kluge Landespolitik“, so der Gothaer Oberbürgermeister, „hätte Gotha landespolitisch mit Erfurt in Kooperation versetzt, wie wir es auch schon vielfältig praktizieren, und somit Gotha als Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums zum neuen Oberzentrum Erfurt-Gotha ausgewiesen“.

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