Baum

Baumfällungen im Stadtwald Gotha auf dem Galberg und Krahnberg

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Im Ergebnis der klimatischen Veränderungen hat sich auch der Stadtwald Gotha stark verändert. Infolge der vergangenen Dürresommer sind über 80 % der Leitbaumarten wie Buche, Esche, Ahorn und Ulme abgestorben oder befinden sich in der Resignationsphase und haben somit sehr stark an Vitalität verloren. Der Baumbestand ist nachhaltig geschädigt. Vor allem die flachgründig vorhandenen Muschelkalkstandorte begünstigen die schnellen Austrocknungen. Das Wasserdefizit in den tieferen Bodenschichten ist enorm. Dieser Umstand wird auch vermehrt dazu führen, dass weitere alte Bäume absterben. 

Um sich den beschriebenen negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegen stellen zu können, plant die Stadt Gotha einen klimagerechten Waldumbau im Stadtwald. Dabei werden die weniger trockenheitsverträglichen Baumarten durch die Einbringung klimaresilienter und möglichst trockenheits- und hitzeresistenter Gehölze ersetzt und der Waldbestand erneuert. Die notwendige Anpassung des Artenspektrums an das zu erwartende bzw. projizierte sommertrockene Klima wird forciert. Historische Alleen, Baumreihen und Einzelbäume werden dabei speziell im Areal des Stadtpark West – Arnoldigartens nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten ergänzt bzw. erneuert. Dabei ist der Rückgriff auf zukunftssichere Baumarten notwendig. Um diese Ziele zu erreichen, die auch eine enorme finanzielle Herausforderung darstellen, hat die Stadtverwaltung Gotha einen Antrag auf Fördermittelzuwendung aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ gestellt. 

Im Zuge des geplanten Waldumbaus müssen im Vorfeld die abgestorbenen und stark geschädigten Bäume aus dem Waldbestand entfernt werden. Hierzu wurden mehr als einhundert zu fällenden Baumexemplare gemeinsam mit dem städtischen Gartenamt und dem Forstamt Finsterbergen im Stadtwald gekennzeichnet. Mit der Rodung der geschädigten Bäume wird ab Ende November 2022 durch ein Forstunternehmen begonnen. In Abhängigkeit der Witterungsverhältnisse sollen die Rodungsarbeiten Mitte Dezember beendet werden. Danach erfolgt die punktuelle Ablagerung des Astholzes sowie die punktuelle Bodenvorbereitung für die Neuanpflanzungen. 

Auf Grundlage konzeptioneller Planungen und in Abhängigkeit der Bereitstellung von Fördermitteln sollen im Stadtpark West – Arnoldigarten die ersten Waldumbaumaßnahmen bis Ende erstes Quartal 2025 erfolgen.  

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