Seit dem Besitzübergang des Hauptbahnhofes an die Baugesellschaft Gotha mbH im Mai dieses Jahres werden Vorbereitungen getroffen, das Bahnhofsgebäude und sein Umfeld umfangreich aufzuwerten und umzugestalten. Was dazu nötig ist, welche Prämissen zu setzen sind und was für Gotha die richtige Zielstellung für den Bahnhof sein kann, wurde in den vergangenen Monaten zusammengetragen und am 8. September 2021 der Öffentlichkeit in der Bahnhofshalle vorgestellt.
Bereits im Mai ermutigte der Oberbürgermeister die Bürger*innen der Stadt und alle Interessierte öffentlich, ihm ihre Ideen und Anregungen mitzuteilen. Der Rücklauf und die Reaktionen war umfangreich und durchweg positiv, dafür bedanken sich die Stadt Gotha und die Baugesellschaft Gotha mbH.
Die allgemeine Zielstellung soll nun konkreter werden. Dazu wollen die Baugesellschaft Gotha mbH und die Stadt Gotha zusammen ein tragfähiges Nutzungskonzept für das Bahnhofsquartier erarbeiten. Um den Blick über den Tellerrand dabei zu gewährleisten und Unterstützung bei der Koordination aller Akteure zu finden, wurde jetzt ein Projektsteuerer beauftragt, welcher genau dies gewährleisten soll. In der Ausschreibung für diese Leistung setzte sich die Agentur BahnStadt GbR aus Berlin durch. Dieses Büro wartet mit viel Erfahrung in der Projektkoordination für die Revitalisierung von Bahnhöfen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg auf und soll nun in den kommenden sechs Monaten die Nutzungs- und Fördermöglichkeiten eruieren sowie die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG koordinieren.
Aufbauend auf die ersten Ideen, die im Rahmen einer Studie herausgearbeitet wurden, soll in einem weiteren Schritt ein Interessenbekundungsverfahren durchgeführt werden. Die Stadtverwaltung und die Baugesellschaft Gotha GmbH hoffen auf eine rege Beteiligung, um in den kommenden Monaten viele Nutzungskonzepte für das Bahnhofsgebäude und das Umfeld diskutieren zu können.