„Klub Galletti“ bleibt erhalten
Landrat, Landtagsabgeordneter und Oberbürgermeister haben es geschafft
„Es gibt viele, die nicht reden, wenn sie verstummen sollten und andere die nicht fragen, wenn sie geantwortet haben“, so die geflügelten Worte des großartigen Gothaer Historikers Johann Georg August Galletti (1750-1828).
In ihnen steckt durchaus Wahrheit, denn Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch ist dafür bekannt, dass das, wofür er sich einsetzt, auch erkämpft wird. So ist es gelungen, in Zusammenarbeit mit Landrat Onno Eckert, für den von der Volkssolidarität für die Besucher und Nutzer über Nacht geschlossenen Club „Galletti“ in der Jüdenstraße eine neue Betreibung zu sichern.
Am 27. November 2020 trafen sich im Landratsamt Gotha der Landrat und der Oberbürgermeister mit den Vertretern der Arbeiterwohlfahrt Thüringen, um eine neue Betreibung des sehr beliebten Clubs zu sichern. Selbst Unterschriftensammlungen und Proteste von BürgerInnen hatten zuvor nichts genutzt, die Volkssolidarität hatte ihn ohne Vorwarnung geschlossen.
Nun ist es in weiteren Gesprächen gelungen, dem Club und seinen vielen BesucherInnen eine Perspektive zu geben. Am Freitag, dem 15.1.2021, hat die Volkssolidarität Thüringen ihr Inventar an die Arbeiterwohlfahrt verkauft und die Baugesellschaft Gotha als Eigentümerin des Bauwerkes hat mit der AWO einen neuen Nutzungsvertrag geschlossen. Das Landratsamt Gotha unterstützt die Betreibung des Clubs aus dem Landesförderprogramm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen – Familie eins99“.
Oberbürgermeister Knut Kreuch bedankt sich auf diesem Wege bei allen, die seinen Weg zur Erhaltung des beliebten Treffpunkts unterstützt haben, insbesondere Landrat Onno Eckert, der den Kontakt zur Arbeiterwohlfahrt herstellte und Fördermöglichkeiten eruierte sowie dem Landtagsabgeordneten Matthias Hey.
„Es war kein soziales Miteinander, was die Volkssolidarität mit ihrem Handeln an den Tag legte, denn sie haben über Nacht, den Menschen den Treffpunkt geschlossen. Ich persönlich bin sehr enttäuscht über das Handeln der Verantwortlichen in Erfurt, denn ich selbst habe schon als zehnjähriger Schüler in Programmen der Volkssolidarität mitgewirkt, um Menschen eine Abwechslung zu bieten und weiß deshalb, wie wichtig der Club ist. Dankbar bin ich deshalb der AWO, sie erhält in Gotha eine weitere Chance, ihr soziales Profil zu schärfen und die Besucher werden es ihr danken“, so Oberbürgermeister Knut Kreuch abschließend.


