Ratgeber

Thüringer Frauen Spitze bei Vorsorge

Bei Brust- und Gebärmutterhalskrebsvorsorge liegt der Freistaat bundesweit auf Platz zwei

Wenn es um Vorsorgeuntersuchungen geht, sind Thüringer Frauen bundesweite Vorreiterinnen. Über 60 Prozent haben zwischen 2007 und 2016 eine Früherkennungsuntersuchung bei Brust- oder Gebärmutterhalskrebs in Anspruch genommen. Das geht aus dem heute vorgestellten Versorgungsreport 2019 des Wissenschaftlichen Institutes der Ortskrankenkassen (WIdO) hervor. Nur in Sachsen sind diese Untersuchungen häufiger durchgeführt worden.

Demnach haben 61 Prozent der Frauen in Thüringen 2016 eine Vorsorgeuntersuchung bei Gebärmutterhalskrebs durchführen lassen. Im bundesweiten Vergleich liegt Thüringen damit über dem Durchschnitt von 53 Prozent. Nicht anders sieht es bei der Brustkrebsvorsorge aus: Für eine diagnostische- oder FrüherkennungsMammografie haben sich zwischen 2014 und 2016 64 Prozent der Frauen entschieden, 3 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Thüringen liegt in diesem Bereich bundesweit mit Westfalen-Lippe und Niedersachsen auf dem zweiten Platz.

Nachholbedarf gibt es für Männer und Frauen in Thüringen bei der Darmkrebsvorsorge. Rund jeder vierte (26 Prozent) hat zwischen 2007 und 2016 keine Früherkennungsuntersuchung in Anspruch genommen. Dabei stehen mit der FrüherkennungsKoloskopie, der diagnostischen Koloskopie, einem Stuhltest sowie Beratung durch den Arzt vier Untersuchungsmöglichkeiten zur Auswahl. Interessanterweise werden die meisten Darmkrebs-Screenings um den offiziellen Renteneintritt herum wahrgenommen, nämlich zwischen 65 und 74 Jahren.

Der Versorgungsreport des WIdO erscheint seit 2010 jährlich und thematisiert die Gesundheitsversorgung einzelner Bevölkerungsgruppen sowie die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis. Schwerpunkt des diesjährigen Reportes ist die Früherkennung von Krankheiten und Krankheitsrisiken. Dafür wurde die Inanspruchnahme von Früherkennungsuntersuchungen bei Brust-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs untersucht und ausgewertet. Für Vorsorgeuntersuchungen zu Gebärmutterhalskrebs wurden alle in Anspruch genommenen Leistungen aus dem Jahr 2016 von Frauen zwischen 20 und 49 Jahren untersucht, bei der Früherkennung von Darmkrebs die Inanspruchnahme aller Berechtigten Männer und Frauen ab 60 Jahren zwischen 2007 und 2016. Da die Früherkennungs-Mammographie frühestens nach zwei Jahren wiederholt werden soll, wurden die Zeiträume 2006-2009 sowie 2014-2016 für die Untersuchung der Inanspruchnahme bei Brustkrebsvorsorge ausgewählt, um auch Versicherte mit einer späteren zweiten Vorsorgeuntersuchung zu erfassen.

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