Stiftung Schloss Friedenstein Gotha – Ausstellungen und Veranstaltungen 2019

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Herzogliches Museum
Auf Expedition nach Afrika – Zum 200. Geburtstag Herzog Ernsts II. von Sachsen-Coburg und Gotha noch bis 27. Januar 2019


Neugier auf den immer noch weitgehend unbekannten afrikanischen Kontinent, Abenteuerlust und Reisefieber lockten Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha im Frühjahr 1862 nach Ägypten und Ostafrika. Als passionierter Jäger nutzte er die Gelegenheit, die herzoglichen Naturaliensammlungen durch exotische Vögel und andere wilde Tiere zu bereichern, während illustre Reisegefährten wie Alfred Brehm ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse der Tier- und Pflanzenwelt zur späteren Veröffentlichung emsig dokumentierten. Die erlesenen, teils auch skurrilen Geschenke, die Ernst II. und seine Gemahlin Alexandrine aus Afrika mitbrachten, dazu Zeichnungen, Fotografien, Tierpräparate, gezielte Ankäufe und Zufallsfunde eröffnen einen Blick in eine exotisch-fremde Welt.
Öffnungszeiten täglich 10 – 16 Uhr
24.12. und 31.12. geschlossen
Eintritt 5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

Herzogliches Museum, Säulenhalle Sielmann! noch bis 17. März 2019
In Kooperation mit dem Museum für Naturkunde Berlin und der Heinz Sielmann Stiftung

Wenn seine „Expeditionen ins Tierreich“ im Fernsehen liefen, waren die Straßen leer gefegt. Der Naturfilmer Heinz Sielmann besaß die Gabe, mit dem, was ihm vor die Linse lief, flatterte oder kroch, zu berühren und zu begeistern. Mit seinen spektakulären Aufnahmen – mal aus der eigens präparierten Spechthöhle, mal aus der afrikanischen Savanne – fasziniert und sensibilisiert er noch heute Jung und Alt für die Schönheit und Schutzwürdigkeit der Natur.
Wie Sielmann einst suchend und forschend durch die Natur schritt, bewegt sich der Besucher als Entdecker durch die Ausstellung. Dabei stößt er auf mehr als 80 Präparate von Tierarten, die in Heinz Sielmanns beobachteten Naturlandschaften und Biotopen leben. Am imposantesten ist der lebensgroße Wisent, aber auch Wolf, Luchs, Fischotter, Kranich und Co. sind mit von der Partie. Genauso wie Gegenstände aus Sielmanns Privatbesitz, von der Kamera über Manuskripte seiner Sendungen „Expeditionen ins Tierreich“ bis hin zum Markenzeichen des Naturfilmers: seine rot-schwarz karierte Jacke. Wie Sielmann selbst möchte die Ausstellung Einblicke in die Geheimnisse von Tieren und Landschaften geben – und den Weg ebnen: aus dem Museum in die Schönheit der Natur!
Öffnungszeiten täglich 10 – 16 Uhr
24.12. und 31.12. geschlossen Eintritt 5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

Museum der Natur, Ausstellungshalle
Glanzlichter 2018 – Preisgekrönte Naturfotografien aus aller Welt

27. Januar – 24. März 2019
Eröffnung: Samstag, 26. Januar 2019, 14 Uhr

Die „Glanzlichter“, der größte in Deutschland ausgerichtete Wettbewerb auf dem Gebiet der Naturfotografie, jähren sich nun schon zum 20. Mal. In zehn verschiedenen Kategorien werden faszinierende Landschaftsstudien und Tierporträts ausgezeichnet. Über 18.000 Bildeinsendungen
von Fotografen aus 39 Ländern sind in diesem Jahr eingereicht worden. Das Ergebnis ist ein eindrucksvoller Beweis für das hohe Renommee der „Glanzlichter“ und belegt eindeutig, welche Wertschätzung der Naturfoto-Wettbewerb seit Jahren national und international genießt.
„Glanzlichter-Naturfotograf 2018“ ist Manuel Enrique González Carmona aus Spanien mit seinem Siegerbild „Meteorit“. Eine Auswahl der besten Arbeiten ist in der Schau des Museums der Natur Gotha zu sehen.
Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10 – 16 Uhr montags geschlossen, an Feiertagen geöffnet Eintritt 5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

Herzogliches Museum, Fächerkabinett
„Vierbeiner, Piepmätze & Co.“ – Tierdarstellungen auf ostasiatischen und europäischen Fächern aus drei Jahrhunderte 2. Februar – 12. Mai 2019

Tierdarstellungen gehörten in Ostasien wie auch in der westlichen Welt über mehrere Jahrhunderte zu äußerst beliebten Motiven bei der Gestaltung von Fächern.
So tummeln sich auf chinesischen Exemplaren des späten 17. Jahrhunderts beispielsweise Hirsche, Hühnervögel, Karpfen, Langusten und zahlreiche weitere Tiere, die im ostasiatischen Kulturkreis einen hohen Symbolgehalt besitzen und für Mut, Ausdauer, ein langes Leben oder Glück stehen.
Englische Fächermanufakturen produzierten im 18. Jahrhundert extravagante Exemplare mit Schmetterlings- und Vogeldarstellungen, die mittels echter Federn auf die Fächerblätter appliziert wurden. Im späten 19. Jahrhundert zierten Katzen und Hunde die Blätter von bedruckten Werbefächern und priesen unter anderem Champagner an.
Die Kabinettausstellung präsentiert die schönsten Exemplare mit Tierdarstellungen unterschiedlichster Art vom Ende des 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert aus der Sammlung Herzog Augusts von Sachsen-Gotha-Altenburg und aus der Münchner Stiftung Ute Michaels. Grafiken, Porzellane, Lackarbeiten und zoologische Präparate aus den reichhaltigen Sammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha ergänzen die Präsentation
Öffnungszeiten täglich 10 – 16 Uhr (ab 1. April: 10 – 17 Uhr) Eintritt 5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

Herzogliches Museum, Ausstellungskabinett Auf die feine englische Art – Schwarze Kunst aus England 17. Februar bis 12. Mai 2019
Eröffnung: Samstag, 16. Februar 2019, 14 Uhr

Mitte des 17. Jahrhunderts wurde in Deutschland und den Niederlanden ein neues Tiefdruckverfahren entwickelt, das seinen technisch-künstlerischen Höhepunkt im England des 18. Jahrhunderts erreichen sollte: die Schabkunst, auch „Schwarze Kunst“, Mezzotinto oder schlichtweg „Englische Manier“ genannt. Das Besondere an dieser Technik ist der malerische Effekt, der allein durch Aufrauen und Glätten der Kupferplatte erzielt wird. Das Verfahren fand somit vielfach bei der Reproduktion von Gemälden, aber auch in der Porträtkunst Verwendung.
Mit seinen über 70 Exemplaren besitzt das Kupferstichkabinett auf Schloss Friedenstein aus eben jener Blütezeit ein repräsentatives Konvolut englischer Mezzotinti, die u. a. zum Privatbesitz Herzog Ernsts II. von Sachsen-Gotha-Altenburg gehörten. Anlässlich des „Englischen Jahres“ werden sie als Gesamtkonvolut erstmalig in einer Ausstellung gezeigt. Ergänzt um Grafikserien deutscher Schabkünstler aus der Frühzeit des Verfahrens kann somit die technische Entwicklung dargestellt, darüber hinaus aber auch der zunehmend englische Einfluss auf das Sammlerinteresse der Gothaer Herzöge veranschaulicht werden.
Öffnungszeiten täglich 10 – 16 Uhr (ab 1. April: 10 – 17 Uhr) Eintritt
5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

Schloss Friedenstein, Ausstellungshalle 12. Ostereiermarkt 13. und 14. April 2019, 10 – 17 Uhr

Nicht nur für Kenner und Sammler, auch für alle Interessierten, die auf individuelle Anfertigungen von Osterschmuck Wert legen, ist der Ostereiermarkt auf Schloss Friedenstein der richtige Treffpunkt.
Im historischen Ambiente des Barockschlosses demonstrieren Thüringer Eiermaler die vielfältige Kunst des Ostereierverzierens. Neben den herkömmlichen Hühnereiern schmücken die Künstler Eier von Enten, Gänsen, Schwänen, Straußen, Nandus, Wachteln und Fasanen. Dabei werden traditionelle und moderne Techniken angewandt wie Acryl- und Aquarellmalerei, Binsen-, Stroh-, Perlen- und Edelmetallapplikationen, Kratz-, Ritz-, Fräs- und Ätztechniken, Wachsbatik sowie Häkelei und Stickerei.
Die meisterlichen Kunstwerke kann man erwerben und nach alter Tradition an seine Lieben zu Ostern verschenken. An einer Bastelstraße können Erwachsene und Kinder das Eierverzieren in verschiedenen Techniken selbst ausprobieren. Neben den fantasievoll geschmückten Ostereiern wird auch eine breite Palette österlicher Dekorationen wie Fensterschmuck, Baum- und Straußbehang, Ostergestecke und vieles andere mehr zum Kauf angeboten.
Öffnungszeiten 10 – 17 Uhr
Eintritt 3,00 € (ermäßigt 2,00 €)

Herzogliches Museum, Säulenhalle Oskar Schlemmer – Das Bauhaus und der Weg in die Moderne 28. April bis 28. Juli 2019 Eröffnung: Samstag, 27. April 2019, 14 Uhr In Kooperation mit der Staatsgalerie Stuttgart

Oskar Schlemmer (1888–1943) war einer der vielseitigsten Künstler der Moderne überhaupt. So war er als Maler, Zeichner, Grafiker, Bildhauer, Bühnenbildner, Wandgestalter sowie als Choreograf von Tanzprojekten und Autor tätig. Diese vielen unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen vereint: die Vision einer Zukunft, in der der moderne Mensch in Harmonie mit technischen und gesellschaftlichen Neuerungen lebt. Die Kunst sollte hierzu einen entscheidenden Anteil beitragen und gesellschaftliche Wirkung entfalten. Die Fragestellungen Schlemmers, die in diesem Zusammenhang von Bedeutung sind und auch andere Künstler der Avantgarde beschäftigten, haben bis heute nicht an Aktualität eingebüßt.
Das Bauhaus-Jubiläum 2019 ist ein Ereignis von internationaler Relevanz, das an verschiedenen Orten in Deutschland durch zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen gewürdigt werden wird. Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha nimmt dies zum Anlass, sich mit ihrer Jahreshauptausstellung an dem Gedenkjahr zu beteiligen und einen der wichtigsten Bauhausmeister in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken. Es wird sich dabei um die erste monografische Ausstellung zu Schlemmer in den neuen Bundesländern handeln. Die Schau möchte die Vielfalt der Ausdrucksformen des Künstlers vor Augen führen, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf seinem Schaffen der 20er und 30er Jahre. Hierzu gehören die Zeit am Bauhaus in Weimar und Dessau, die Arbeiten als Wandgestalter sowie die Projekte im Bereich von Bühne und Tanz. Ein zentraler inhaltlicher Aspekt der Kunst Schlemmers ist dabei immer die (Neu-)Verortung des Menschen in einer sich verändernden Gesellschaft – ein Thema, das dem gestressten Individuum von heute in Zeiten von Social Media, Digital Natives und Co. durchaus nicht fremd ist.
Das Herzogliche Museum Gotha lädt ein, 2019 auf Entdeckungsreise zu gehen und in die Kunst- und Gedankenwelt von Oskar Schlemmer und der Bauhaus-Bewegung vor 100 Jahren einzutauchen.
Öffnungszeiten täglich 10 – 17 Uhr Eintritt 5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

Schlossmuseum, Nordflügel
Die Ehe als Erfolgsmodell: deutsch-englische Heiraten 5. Mai bis 30. November 2019 Eröffnung: Samstag, 4. Mai 2019, 14 Uhr

Nach dem Verlust der Kurwürde und der fehlgeleiteten Revisionspolitik im 16. Jahrhundert beschränkte sich die Heiratspolitik der Ernestiner vorwiegend auf den Familienkreis und auf benachbarte Territorien. An Ehebündnisse mit den Albertinern knüpfte sich die – letztlich vergebliche – Hoffnung auf eine Rückgewinnung der Kurwürde. Dynastische Verbindungen mit katholischen Fürstenhäusern waren lange Zeit unmöglich, da die traditionell protestantischen Ernestiner in Glaubensfragen nicht zu Zugeständnissen bereit waren. Erst im 19. Jahrhundert lockerten sich ihre religiösen Grundsätze etwas.
Alter und Würde ihrer Dynastie machten die Ernestiner zu gefragten Heiratskandidaten. Da sie zudem nur über eine geringe territoriale und wirtschaftliche Hausmacht verfügten, mussten die europäischen Großmächte von einer solchen Allianz keine Störung ihrer politischen Interessen befürchten. Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert richtete sich die Heiratsdiplomatie der Ernestiner zunehmend international aus. Besonders erfolgreich auf diesem Gebiet war das Haus Sachsen-Coburg-Saalfeld, später Sachsen-Coburg und Gotha, dessen Mitglieder in zahlreiche Monarchien einheirateten und sogar selbst neue Dynastien begründeten. Innerhalb weniger Generationen bauten die „Coburger“ ein Familiennetzwerk auf, das mit Belgien, Bulgarien, Deutschland, England, Frankreich, Portugal, Russland, Schweden und Ungarn ganz Europa umspannte. Dies ermöglichte ihnen beträchtlichen politischen Einfluss, was jedoch zunehmend problematisch wurde, als sich im Zuge fortschreitender Nationalisierung dynastische und nationale Interessen nicht länger miteinander vereinbaren ließen.
Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr (ab 1. November: 10 – 16 Uhr) montags geschlossen, an Feiertagen geöffnet
Eintritt 10,00 € (ermäßigt 4,00 €)

Schloss Friedenstein, Schlosshof
Kinderfest 2019 Mittwoch, 5. Juni 2019, 9 – 13 Uhr

Das Kinderfest am Mittwoch nach dem jährlichen Internationalen Kindertag genießt mittlerweile einen legendären Ruf. Jedes Jahr folgen über 1.500 Kinder aus Gotha und den umliegenden Landkreisen der Einladung und feiern ein Fest voller Attraktionen. Ihnen wird ein abwechslungsreiches Programm geboten: Neben vielen Spielen im Freien gibt es auch eine Glücksrad-Lotterie. Diejenigen mit dem richtigen Riecher können sich eine „Goldene Nase“ verdienen, indem sie geheimnisvolle Düfte erraten. Vor allem aber besteht die Möglichkeit, einen Einblick in die Arbeit der Mitarbeiter des Museums zu gewinnen. Der zoologische Präparator führt seine plastische Kunst vor. Tiger- und Krokodilschädel stehen bereit und können aus allernächster Nähe betrachtet oder Fossilien aus Gips selbst hergestellt werden. Lebende Amphibien gibt es auch zu bestaunen. Wer sich selbst in ein Tier oder eine Prinzessin verwandeln möchte, kann dies mit Hilfe von Farbe aus Schminktöpfchen in Nullkommanix bewerkstelligen. Eintritt frei

Schloss Friedenstein und Herzogliches Museum
Thüringer Schlössertage 2019: Aufgebaut! – Fundamente der Macht 7.bis 10. Juni 2019

Eindrucksvolle Schlösser, blühende Gärten, historische Theater, erlesene Sammlungen – Thüringen bewahrt ein unvergleichliches Kulturerbe, das jährlich zahllose Besucher begeistert. In keinem anderen Landstrich Deutschlands liegen die ehemaligen Fürstenresidenzen mit ihren herausragenden Sehenswürdigkeiten so eng beieinander. Unter dem Dach der „Schatzkammer Thüringen“ präsentieren die Schlösser ihre Schätze. Jedes Jahr an Pfingsten feiern sie gemeinsam die Thüringer Schlössertage, um Gästen aus nah und fern die leuchtende Pracht der Fürstenhöfe lebendig vor Augen zu führen.
Am Pfingstwochenende 2019 geht es handfest zur Sache. Denn das Motto „Aufgebaut! – Fundamente der Macht“ ist wörtlich zu nehmen, wenn die eindrucksvollen Bauwerke der ehemaligen Fürstenresidenzen, die auf massiven, teils jahrhundertealten Fundamenten ruhen, im Fokus stehen. Die imposanten Schlossgebäude – oftmals romantische Kulisse – rücken 2019 selbst in den Mittelpunkt. Für den Adel war es über Generationen hinweg selbstverständlich, sich mit stolzen Bauwerken steinerne Denkmäler zu setzen, die zugleich den eigenen Macht- und Repräsentationsanspruch zum Ausdruck bringen sollten. Ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Programm zeigt Thüringens reiches Erbe an Schlossbauten in seiner einzigartigen Schönheit.
www.schloessertage.de

Herzogliches Museum, Fächerkabinett
„Auf den Punkt gebracht“ – Fächer mit Paillettenapplikationen. 1800–1900 8. Juni bis 7. Oktober 2019

Passend zur sommerlichen Ballsaison präsentiert das Fächerkabinett besondere Stücke, deren Glitzern und Funkeln jede noch so kleine Bewegung betont: Fächer mit applizierten Pailletten aus drei Jahrhunderten. Diese Dekorationsform kam in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf, wobei zunächst gemalte Motive mit Pailletten akzentuiert wurden. Später verselbstständigte sich das aus Pailletten gebildete Ornament. In der Blütezeit der Paillettenfächer um 1800 begann auch der Gothaer „Fächer-Herzog“ August zu sammeln – für ihn waren sie also hochaktuell. Aber auch im späteren 19. und frühen 20. Jahrhundert blieben die glitzernden Pünktchen ein Dauerbrenner, wobei die verwendeten Materialien nicht mehr ganz so edel sein mussten und nun auch für einen breiteren Kundenkreis erschwinglich wurden. Die Ausstellung wird durch ausgewählte Kleidungsstücke und Accessoires aus der Textilsammlung ergänzt. Öffnungszeiten täglich 10 – 17 Uhr Eintritt 5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

Museum der Natur, Schlotheim-Kabinett
Tiere des Jahres 2019 2.Juni bis 29. Dezember 2019
Eröffnung: Samstag, 1. Juni 2019, 14 Uhr

Naturschutz- und Umweltverbände wählen alljährlich Tiere, Pflanzen und Lebensräume des Jahres, um auf deren besondere Gefährdung hinzuweisen. 1971 wurde erstmals mit dem Wanderfalken der „Vogel des Jahres“ gekürt. Als weitere Vogelarten folgten unter anderem Steinkauz, Eisvogel, Schleiereule, Weißstorch und Rebhuhn, Kiebitz, Feldlerche, Rotmilan, Bekassine und Grünspecht, Habicht, Stieglitz, Waldkauz und 2018 der Star. Die Kampagne war so erfolgreich, dass weitere Umweltverbände und Naturschutzvereine ebenfalls Naturobjekte des Jahres bestimmten. Auf diese Weise soll ein besserer Schutz der ausgewählten Arten und ihrer Lebensräume erreicht werden. Das Museum der Natur stellt in einer kleinen Schau ausgewählte Präparate der „Jahrestiere“ vor.
Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr (ab 1. November: 10 – 16 Uhr) montags geschlossen, an Feiertagen geöffnet
Eintritt 5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

Schloss Friedenstein, Ekhof-Theater 23. Ekhof-Festival 2019 28.Juni bis 24. August 2019

Zum Ekhof-Festival 2019 präsentieren wir die Komödie „Die Schule der Ehemänner“ von Molière. Darin geht es um eine ungünstige Konstellation zweier heiratswilliger Brüder, die ihre jeweiligen Mündel heiraten wollen. Während der 20 Jahre jüngere, übellaunige Bruder Sganarelle die unglückliche Isabelle zu heiraten gedenkt, aber zugleich wie eine Dienerin behandelt, vertreibt diese sich ihre Zeit mit ihrem jungen Geliebten Valère. Der ältere Bruder Ariste hat währenddessen mehr Glück mit seiner Auserwählten, die beabsichtigt, in eine Heirat einzuwilligen. Unter den Protagonisten entsteht ein Kampf gegen den Tyrannen Sganarelle, der sich als menschenverachtender Grießgram abschottet.

Die Idee zur Auswahl des Stückes steht in Verbindung mit dem 200. Doppelgeburtstag von Königin Victoria von Großbritannien und Irland und ihrem Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Auch hier lief die Ehe nicht immer ganz rund: So duldete die Queen es anfangs nicht, dass Albert sich in das politische Geschehen ihres Landes einmischte. Er durchlief eine „Schule der Ehemänner“ und konnte sich nur mit viel Mühe und Diplomatie eine geachtete Position bei Hofe erkämpfen, um auch politischen Einfluss zu gewinnen.
Flankiert wird das Stück von vielen sonntäglichen Veranstaltungen mit Musik aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Aber nicht nur das Schauspiel, sondern auch der Ort selbst verdient besondere Aufmerksamkeit: Denn der Westturm von Schloss Friedenstein birgt ein kleines Juwel der Theatergeschichte: das ab 1681 entstandene Ekhof-Theater. Es ist eines der ältesten Barocktheater der Welt mit erhaltener Bühnentechnik. Die 1641 erfundene barocke Schnellverwandlungsmaschinerie ermöglicht es, in nur acht Sekunden das gesamte Bühnenbild zu wechseln. Sie funktioniert ausschließlich über menschliche Muskelkraft.
Eintrittskarten und Buchung unter www.ticketshop-thueringen.de
www.ekhof-festival.de

Herzogliches Museum, Ausstellungskabinett
Gotha und die englische Krone – Porträt(s) einer dynastischen Beziehung 4. August bis 27. Oktober 2019

Vor 200 Jahren wurde Königin Victoria von England geboren, eine Frau, die Europa fast ein ganzes Jahrhundert entscheidend prägen sollte. 1840 heiratete sie ihren gleichaltrigen Cousin, Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Albert trug erheblich zu einem kulturellen Austausch zwischen England und seinen Heimatresidenzen in Coburg und Gotha bei, die Victoria selbst mehrfach besuchte. Nicht nur der Geburtstag des britischen Königspaares jährt sich 2019 zum 200. Mal. 1719 erblickte Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg das Licht der Welt. Durch ihre Hochzeit mit Friedrich Ludwig von Hannover wurde sie Princess of Wales und Mutter des späteren Königs Georg III. von England.
Mit der Kabinettsausstellung wird an die engen Beziehungen zwischen England und Gotha erinnert, die bereits im 18. Jahrhundert ihren Anfang nahmen. Anhand von Porträts und Ansichten aus der grafischen Sammlung wird nicht nur Dynastiegeschichte erzählt, sondern auch der kulturelle Transfer zwischen den Höfen thematisiert.
Öffnungszeiten täglich 10 – 17 Uhr Eintritt 5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

Schloss Friedenstein und Herzogliches Museum 19. Barockfest 24. und 25. August 2019

Am letzten August-Wochenende verwandelt sich Schloss Friedenstein wieder in die farbenprächtige Residenz Herzog Friedrichs III. von Sachsen-Gotha-Altenburg (reg. 1732–1772). Seine Hochfürstliche Durchlaucht und dero Gemahlin Luise Dorothea werden mit ihrem Hofstaat anwesend sein und sich mit über 400 Gästen an den vielfältigen Darbietungen erfreuen.
Handwerker und Händler in historischen Gewändern werden auf dem Schlosshof und unter den Arkaden ihre handwerklichen Künste vorführen und zum Kauf anbieten. Zum Angebot gehören auch Schmuck und verschiedenste Kostümartikel, sodass sich Besucher während des Barockfestes auch selbst in historische Personen „verwandeln“ können. Die Gastronomie bietet ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken feil: Von deftigen Braten über Fladen und Fischspezialitäten, von Wein und Bier bis hin zu süßen Crêpes, Eis und Kaffee ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ein historisches Karussell sowie Kutschen und Reiter beleben den Schlosshof und stehen nicht nur dem Hofstaat zu Vergnügungen und Ausfahrten bereit.
Musikalische Darbietungen, darunter ein Konzert der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach und ein großes Feuerwerk am Samstagabend, gehören schon traditionell zu den Programmpunkten.
Eintritt Tageskarte: 10,00 € (ermäßigt 4,00 €)
2-Tageskarte: 15,00 € (ermäßigt 10,00 €)
www.barockfestgotha.de

Herzogliches Museum, Säulenhalle
Keramische Horizonte – Die Sammlung der Lotte Reimers – Stiftung in Gotha 29. September 2019 – 26. Januar 2020

Lotte Reimers (*1932) ist nicht nur eine herausragende Künstlerin mit dem Ruf einer Grande Dame der westeuropäischen Keramikszene, sondern zugleich auch eine bedeutende Sammlerin zeitgenössischer Keramikkunst. Seit nunmehr 20 Jahren fühlt sie sich den breit gefächerten historischen Keramiksammlungen von Schloss Friedenstein eng verbunden. Aus den exzellenten Beständen ihres eigenen Museums in Deidesheim (Rheinland-Pfalz) schenkte Lotte Reimers der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha eine mit großer Kennerschaft zusammengetragene Sammlung internationaler Keramik.
Erstmals wird diese großartige Schenkung der Lotte Reimers – Stiftung mit mehr als 300 Keramiken des 20. und 21. Jahrhunderts von 115 Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt in Gotha präsentiert. Die Sonderschau findet in der Säulenhalle des Herzoglichen Museums statt und wird mit den historischen Keramiksammlungen im Unter- und Obergeschoss des Museumsgebäudes korrespondieren.
Ein umfangreiches Rahmenprogramm, das große und kleine Keramikfreunde – insbesondere in der Weihnachtszeit – begeistern wird, begleitet die Ausstellung. Öffnungszeiten täglich 10 – 17 Uhr (ab 1. November: 10 – 16 Uhr) 24.12. und 31.12. geschlossen Eintritt 5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

Schloss Friedenstein und Herzogliches Museum 13. Museumsnacht Gotha Samstag, 26. Oktober 2019, 20 bis 24 Uhr Eröffnung: 19.30 Uhr

Jedes Jahr am letzten Samstag im Oktober öffnen die Museen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, die Forschungsbibliothek Gotha und das Deutsche Versicherungsmuseum ihre Türen zu einer stimmungsvollen Museumsnacht. Wir laden Sie herzlich ein, unsere Sammlungen in neuem Licht zu erleben. Wandeln Sie zu sanften Klängen durch die herrlichen Säle, lauschen Sie überraschenden Erzählungen aus Geschichte, Kunst und Natur oder nutzen Sie die Gelegenheit, sich einen Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen zu verschaffen. Für Verpflegung ist gesorgt. Eintritt 10,00 € (ermäßigt 4,00 €)

Herzogliches Museum, Fächerkabinett
„Beautiful old Fans“ – Herzog Augusts Passion und Prinz Alberts Leidenschaft 23. November 2019 bis 23. Februar 2020

Am 9. Februar 1840 – einen Tag vor ihrer Hochzeit – notierte Königin Victoria von Großbritannien und Irland in ihrem Tagebuch, dass ihr Bräutigam, Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, ihr nach dem Frühstück vier wundervolle alte Fächer geschenkt habe. Diese „beautiful old Fans“ stammten aus der Sammlung seines Großvaters August von Sachsen-Gotha-Altenburg, der die Fächer kurz vor der Geburt seines zweiten Enkelsohnes Albert im Londoner Kunsthandel erworben hatte.
Aus Anlass des 247. Geburtstages Herzog Augusts am 23. November 2019 und des 180. Hochzeitstages von Königin Victoria und Prinz Albert am 10. Februar 2020 präsentiert die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha eine kleine Kabinettausstellung mit, wie Herzog August schrieb, „ächt britischen“ Fächern aus der reichhaltigen Gothaer Sammlung. Öffnungszeiten täglich 10 – 16 Uhr 24.12. und 31.12. geschlossen Eintritt 5,00 € (ermäßigt 2,50 €)

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