„Vierbeiner, Piepmätze & Co.“ – Tierdarstellungen auf ostasiatischen und europäischen Fächern aus drei Jahrhunderten

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Herzogliches Museum Gotha, Fächerkabinett – 2. Februar – 12. Mai 2019

Was macht ein an einer Champagnerflasche schnuppernder Hund in einer Ausstellungsvitrine des Herzoglichen Museums Gotha – und dazu noch eine schwarze Katze, die hoch oben auf der Vitrine sitzt und die Museumsbesucher argwöhnisch beäugt?

Hund, Katze und zahlreiche weitere „Vierbeiner, Piepmätze & Co.“ sind die illustren Hauptakteure in der gleichnamigen Kabinettausstellung, die am morgigen Samstag (02.02.2019) im Herzoglichen Museum Gotha ihre Pforten öffnet.

© Stiftung Schloss Friedenstein Gotha / Paul-Ruben Mundthal

Die Stiftung Schloss Friedenstein Gotha bewahrt eine bedeutende Fächersammlung auf. Bereits kurz nach 1800 unter Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg (1775 – reg.1804 -1822) angelegt und später geringfügig erweitert, umfasst sie heute annähernd 300 Fächer europäischer und ostasiatischer Provenienz des 16. bis 20. Jahrhunderts sowie einige ethnografische Exemplare des 19. Jahrhunderts aus dem Orient, aus Südostasien und aus Amerika.

Im Jahr 2011 wurde die Gothaer Sammlung durch eine großzügige Dauerleihgabe der Münchner Stiftung Ute Michaels um annähernd 500 Fächer erweitert.

Aus konservatorischen Gründen können die empfindlichen Stücke nicht permanent, sondern nur in zeitlich begrenzten Wechselausstellungen präsentiert werden. Eigens dafür wurde im Herzoglichen Museum ein Fächerkabinett eingerichtet.

© Stiftung Schloss Friedenstein Gotha / Paul-Ruben Mundthal

Tierdarstellungen gehörten in Ostasien wie auch in der westlichen Welt über mehrere Jahrhunderte zu äußerst beliebten Motiven bei der Gestaltung von Fächern. So tummeln sich auf chinesischen Exemplaren des späten 17. Jahrhunderts Hirsche, Hühnervögel, Karpfen, Langusten und zahlreiche weitere Tiere, die im ostasiatischen Kulturkreis einen hohen Symbolgehalt besitzen und für Mut, Ausdauer, ein langes Leben oder Glück stehen.

Englische Fächermanufakturen produzierten im 18. Jahrhundert extravagante Exemplare mit Schmetterlings- und Vogeldarstellungen, die mittels echter Federn auf die Fächerblätter appliziert wurden. Um 1900 zierten Tiger und Hunde die Blätter von bedruckten Werbefächern und priesen unter anderem reißfeste Damenstrümpfe oder den erwähnten Champagner an.

Die neue Kabinettausstellung präsentiert die schönsten Exemplare mit Tierdarstellungen unterschiedlichster Art vom späten 17. bis zum frühen 20. Jahrhundert aus der historischen Gothaer Fächersammlung und aus der Münchner Stiftung Ute Michaels. Zoologische Präparate, Ostasiatika und Mode um 1900 aus den reichhaltigen Sammlungsbeständen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha ergänzen die Präsentation.

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