Neue Oberhofer Jugendschanze bei Kaiserwetter eingeweiht

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Luca Geyer segelt zur Premiere auf 68 Meter Neue Jugendschanze (HS 70) am Wadeberg bei Kaiserwetter eingeweiht

Oberhof – „Es ist für mich eine absolute Ehre und die Vorfreude ist einfach unbeschreiblich groß“, sagte Luca Geyer (WSV 08 Lauscha) unmittelbar bevor er am Freitag-Nachmittag, pünktlich um 14.00 Uhr, als erster Sportler überhaupt von der neuen Jugendschanze HS 70 am legendären Oberhofer Wadeberg springen durfte. Einen Weihesprung auf stolze 68 Meter präsentierte der 16-jährige Schüler des Oberhofer Sportgymnasiums, ehe auch seine Team-Kollegen und -Kolleginnen erstmals in die Spur durften. „Ich habe mich natürlich gefreut, dass sich unsere Trainer – auch dank der Leistungen, die ich zuletzt zeigen konnte – für mich entschieden haben. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, es hätten genauso auch andere verdient gehabt.“

Bei perfekten äußeren Bedingungen strahlte auch Bundesstützpunkttrainer Ralph Gebstedt mit der Sonne um die Wette: „Ganz ehrlich – heute fällt uns ein großer Stein vom Herzen. In den vergangenen vier Jahren mussten wir mit unserem Nachwuchs auf Anlagen in Bischofsgrün und Klingenthal ausweichen. Tägliche Strecken von bis zu 500 Kilometern waren nicht ungewöhnlich und natürlich eine enorme Belastung für unsere Sportler, die genauso ihren schulischen Pflichten nachkommen mussten. Unsere qualitative Arbeit wird durch die neue Jugendschanze extrem gesteigert.“

Ideale Bedingungen für Thüringer Nachwuchs-Kader

Der Neubau der Jugendschanze HS 70 ersetzte die 66 Jahre alte Wadebergschanze HS 69 aus den Baujahren 1951-52, die am 13. Mai 2015 aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste. Auch im Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum ist die Freude über die Inbetriebnahme der Anlage groß: „Wir sind froh, dass wir trotz eines straffen Zeitplans die Jugendschanze planmäßig für den Winterbetrieb fertigstellen konnten. Für die Entwicklung der Nachwuchs-Kader und somit die Zukunft des Thüringer Skispringens ist die Anlage enorm wichtig“, sagte Dr. Hartmut Schubert, Oberhof-Beauftragter der Landesregierung und zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes.

Im Frühjahr folgt auf der neuen Schanzenanlage die Verlegung der Aufsprunghang-Matten, um auch den Sommerbetrieb zu ermöglichen und somit eine moderne ganzjährige Trainingsanlage anbieten zu können. In Oberhof gibt es zudem mit der Normalschanze HS 100 sowie der Großschanze „Hans Renner“ HS 140 die modernisierte Schanzenanlage im Kanzlersgrund, die ebenfalls zur ganzjährigen Nutzung zur Verfügung steht.

DATEN und FAKTEN zur Jugendschanze (HS 70

  • Schanzentischhöhe: 1,55 m Höhe
  • Anlaufturm: 22,8 m (höchster Punkt über Gelände)
  • Neigung Anlauf: 32°
  • Anlauflänge: 82,3m inkl. Schanzentisch
  • Anzahl Startstufen: 46 Stück
  • K-Punkt: 64,0 m HS (Schanzengrösse): 70,0 m
  • Inbetriebnahme: 18.01.2019
  • Weihe-Sprung: Luca Geyer (WSV 08 Lauscha / 68,0 m)

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