Bionik-Wochen in Waltershausen

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Experimentelles Lernen mit Unterstützung der heimischen Wirtschaft

Nachdem sich bereits in den vergangenen drei Jahren die Bionik-Wochen zu einem Besuchermagnet etablierten, folgt nun vom 5. bis 16. November die vierte Auflage des an der Praxis angelehnten Unterrichts. Gemeinsam laden der FöBi-Verein zur Förderung und Bildung Jugendlicher e.V. als Träger des Bionikzentrums und die ContiTech AG Schüler der 8. und 9. Klassen aus Regelschulen und Gymnasien der Region zur „Woche der Bionik“ ins Bionik-Zentrum nach Waltershausen ein.

In den Forschungsräumen des Bionik-Zentrums haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, an verschiedenen Projekten herauszufinden, wie sich Phänomene aus der Natur auf die Technik übertragen lassen, indem sie beispielsweise das Prinzip des Klettverschlusses kennenlernen, den Lotuseffekt studieren oder sich mit Grenzen und Möglichkeiten von Roboterhänden beschäftigen. Während des ganztägigen Besuchs können die Nachwuchswissenschaftler auch das Conti-Werk besichtigen, um sich weiter von der Natur inspirieren zu lassen und so die technischen Entwicklungen voranzutreiben.

Etwa 200 Schülerinnen und Schüler aus den Regelschulen Waltershausen, Mechterstädt, Friedrichroda, Neudietendorf, Warza sowie der Ekhofschule Gotha, aus der Evangelischen Regelschule Gotha, aus dem Gymnasium Gleichense Ohrdruf und dem Arnoldigymnasium Gotha sowie der Gemeinschaftsschule Bad Tabarz wollen diese Möglichkeit des experimentellen Lernens nutzen. Mit den Arbeitsblättern, die sie dort erhalten, können Schüler und Lehrer das Gelernte auch in den weiteren Unterricht mitnehmen.

„Ich freue mich sehr, dass wir dieses anspruchsvolle Projekt fortführen können. Heranwachsende für technische Prozesse zu interessieren, ist eine besondere Aufgabe der schulischen Bildung, vor allem im Hinblick auf die spätere Berufswahl. Dass uns die Regionalstiftung der Kreissparkasse Gotha sowie ContiTech Waltershausen erneut dabei unterstützt haben, dieses Projekt zu realisieren, ist besonders hervorzuheben“, so Landrat Onno Eckert. „Dieses Lernangebot finanziell zu fördern, ist ganz im Sinne der Regionalstiftung der Kreissparkasse: Wir sind natürlich dabei, wenn es darum geht, junge Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen“, so Peter Rüsseler, Mitglied des Vorstands der Regionalstiftung der Kreissparkasse Gotha.

„Für ContiTech bieten die Bionik-Wochen eine hervorragende Möglichkeit, Heranwachsende für technische Prozesse zu interessieren und ihnen darüber hinaus auch die beruflichen Möglichkeiten in einem großen Unternehmen wie unserem vorzustellen. Berufsorientierung – und die Bionik-Wochen zähle ich zu solchen Angeboten – wird bei uns im Haus großgeschrieben, denn wir würden uns freuen, einige der Mädchen und Jungen, die in diesen Tagen in unserem Haus lernen und experimentieren, später hier als Azubis begrüßen zu können“, erläutert Werkleiter Klaus Faßler.

Im Rahmen der Eröffnung der Bionik-Wochen unterzeichneten zudem der Geschäftsführer der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), Dr. Sven Günther, und Lutz Simmen als Geschäftsführer des FöBi-Vereins und Vorstandsmitglied des BOWACO-Vereins einen Vertrag zur Eröffnung eines Schülerforschungszentrums Waltershausen mit dem Schwerpunkt Bionik. Das neue Schülerforschungszentrum wird Schülerinnen und Schülern aus West-Thüringen offenstehen und seine Türen nach den Winterferien öffnen.

Bisher gibt es sechs Schülerforschungszentren in Trägerschaft der STIFT. Ziel dieser Einrichtungen mit kompletten Laborausstattungen ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse und ein grundlegendes Verständnis für Naturwissenschaften und Technik zu fördern.

Dies geschieht sowohl durch angeleitete Experimente als auch durch die eigenständige Auseinandersetzung mit selbstgewählten Fragestellungen. Die Schülerforschungszentren in Thüringen unterstützen die Teilnahme an Wettbewerben wie Physikolympiade oder Jugend forscht durch die Betreuung von Wettbewerbsbeiträgen bzw. die Vermittlung von außerschulischen Betreuern.

Damit erhalten Kinder und Jugendliche – unabhängig von der Schulart – die Möglichkeit, in ihrer Freizeit ihrer Freude am Entdecken und Forschen nachzugehen.

Aus der räumlichen Nähe des Bionik-Zentrums zum neuen Schülerforschungszentrum und den vorhandenen engen Kontakten zu den Schulen der Region werden sich viele Synergieeffekte für beide Einrichtungen ergeben.

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