Niederlage durch Würzburger in Rockets-Trikots

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Am vergangenen Samstag traten die BIG Rockets Gotha ihr erwartet schweres Heimspiel gegen die TG Tropics aus Würzburg an. Nach großem Kampf im letzten Viertel reichte es für die Gothaer am Ende nur zu einer 75:88-Niederlage.

Die Basketballer aus Unterfranken waren schon in den vergangenen Jahren stets eine Größe in der 2. Regionalliga Nord. Auch wenn sie zu Saisonbeginn mit Verletzugspech zu kämpfen hatten, „haben sie kaum an Qualität verloren“, weiß Rokets-Coach Valentino Lott. Er hatte sich vor dem Spiel auf eine spannende und intensive Partie gefreut.

Die Raketen kamen gut ins Spiel, trafen durch Lorenz Schiller gleich einen Dreipunktewurf und erarbeiteten sich eine knappe Führung. Schon in den ersten zehn Minuten bleiben die Gäste vorrangig durch Freiwürfe in der Partie und holten sich dadurch auch Sicherheit für ihre Würfe aus dem Feld. Über die gesamte Partie hinweg trafen die Würzburger ihre Sprungwürfe sehr erfolgreich und streuten insgesamt elf Dreier ein. Auf Seiten der Rockets reichte es nur für derer sechs. Beide Mannschaften trafen 25 Würfe aus dem Feld.

Devilz Cheerleader Gotha

Einen deutlichen Unterschied weist die Statistik hingegen bei der Anzahl der Freiwürfe auf. Bei ähnlichen Trefferquoten bekamen die Raketen 28 und die Tropics 42 Freiwürfe zugesprochen. „Das hat aber nichts mit den Schiedsrichtern zu tun. Sie haben ihre Linie durchgezogen und wir haben es nicht geschafft, uns darauf einzustellen“, meint Valetino Lott selbstkritisch. Besonders in der ersten Halbzeit kritisiert der Trainer ebenfalls das schlechte Umschaltverhalten von Offensive zu Defensive seiner Mannschaft. Speziell seine jungen Spieler haben in der Rückwärtsbewegung Vorteile, konnten den Gegner meist aber nur mit Fouls stoppen. So kam der Halbzeitstand von 34:43 nicht überraschend.

Insbesondere Ende des dritten und dann im letzten Viertel konnten die Rockets zur Aufholjagd blasen. „Da haben wir es wirklich geschafft, Energie freizusetzen und einfach zu Punkten zu kommen. Gerade im Vergleich zum Spiel zuvor in Bayreuth war das eine Verbesserung. Dort haben wir es einfach über uns ergehen lassen“, meint Lott.

Zum Sieg hat es letztlich dennoch nicht gereicht. Die Gründe liegen auf der Hand: Wenn es die Rockets schafften, sich durch gute Offensivaktionen heranzurobben, waren sie in der Defensive nicht in der Lage, daraus konstant Kapital zu schlagen. Sie konnten die gegnerischen Angriffe selten stoppen. Und falls doch, dann auf die bekannte Weise: mit Fouls.

„Als Folge dessen war es keine Überraschung, dass vier unserer Spieler ausgefoult wurden. Leider waren das genau die, die maßgeblich für die Aufholjagd verantwortlich waren“, erklärt Lott. Lucas Wobst, Andreas Kassiumis sowie Cornelius Opel und Janó Lange sammelten je fünf Fouls und durften die Partie nicht zu Ende spielen. Diese vier Spieler zählten zu den sechs erfolgreichsten Werfern ihrer Mannschaft.

Letztlich mussten sich die Raketen einem erwachsener und solider spielenden Team geschlagen geben. Deutlich wird dies daran, dass sie kein Viertel gewinnen konnten. Interessant: Weil die Gäste die Trikottasche in der Heimat vergaßen, spielten sie in den Auswärtstrikots der Rockets. Das gebietet die sportliche Fairness und die gemeinsame Freude am Sport. So wurden die BIG Rockets Gotha „mit ihren eigenen Trikots geschlagen“, kommentierte Hallensprecher Jeffrey Hey nach dem Spiel.

Jäschke (15), Wobst (13), Lange (12), Kassiumis (11), Keßler (8), Opel (6), Wolter (5), Schiller (3), Lang (1), Reinhardt (1), Danilovic, Ulrich

Junior Rockets nach kämpferischem Berlin-Auftritt mit Halloween-Spiel am Mittwoch gegen Jena

Wie sollte es anders sein: Wenn es schon mal hart wird, dann gleich so richtig. Innerhalb von vier Tagen spielen die BIG Junior Rockets in der JBBL (U16-Bundesliga) gegen die beiden stärksten Teams ihrer Gruppe. Am vergangenen Sonntag verloren sie in Berlin mit 67:84 gegen den TuS Lichterfelde. Schon am kommenden Mittwoch, dem 31. Oktober, ab 12 Uhr treten die Junior Rockets in der Sporthalle der Kooperativen Gesamtschule Herzog Ernst (Leinastraße 22) gegen Science City Jena an.

Diese Partie in der Jugend-Basketball-Bundesliga hat es in sich: Es ist ein Derby der beiden einzigen Thüringer Mannschaften in einer Liga mit insgesamt 56 Teams. Die beiden besten Mannschaften der Gruppe 4 der JBBL sind Tus Lichterfelde auf Platz eins und Science City Jena auf dem zweiten Rang. Die Ost-Thüringer haben bisher nur ein Saisonspiel verloren. 74:67 lautete der Endstand Berlin. Das war bisher noch das „gefährlichste“ Ergebnis für den Turn- und Sportverein aus dem Süden der Bundeshauptstadt.

Gleich dahinter reihen sich die Gothaer ein. Auch wenn sie ihr Auswärtsspiel in Berlin mit 67:84 verloren haben, ist der Trainer Peter Krautwald „dennoch nicht unzufrieden“, wie er selbst sagt. Immerhin gewann der TuS seine restlichen Partien mit zwischen 25 und 45 Punkten Vorsprung.

„Das Ergebnis klingt gar nicht mal verkehrt“, meint Krautwald, „aber wir haben sehr schlecht angefangen. Nach wenigen Minuten stand es schon 19:0 für Lichterfelde. Das nennt man nicht gerade einen Traumstart“. Weil die Nachwuchs-Raketen lange dran bleiben wollten und das Spiel nur dadurch offen gestalten konnten, hatte sich ein überraschender Auswärtsieg eigentlich schon erledigt.

Dennoch zeigten die Gothaer Moral. Bis auf das missratene erste Viertel (25:10) verloren sie kein weiteres mit mehr als vier Punkten Differenz. Das zweite Viertel gewannen die Junior Rockets sogar mit 21:16 und stellten zur Halbzeit auf einen annehmbaren Rückstand von zehn Punkten (41:31).

„Ich vermute, die Berliner haben in der Halbzeitpause einen kleinen Einlauf bekommen und haben dann mit einem guten Lauf geantwortet“, berichtet Krautwald. Damit war ein Auswärtssieg endgültig vom Tisch. „Sie waren einfach aggressiver, mit breiter Brust, eben wie Großstadtjungs häufig sind und sie sind super zum Korb gezogen. Teilweise beeindruckend“, meint der Trainer weiter.

„Es ist ein bisschen das bekannte lachende und weinende Auge“, rundet Peter Krautwald ab. „Das Ergebnis ist sehr respektabel, aber wir alle wissen, dass da vielleicht mehr drin gewesen wäre, wenn wir in einigen Phasen besser gespielt hätten.“

Schon vor der Saison war Krautwald sicher, dass Lichterfelde und Jena die beiden stärksten Mannschaften der Gruppe sind. Sein Ziel und das seiner Mansnchaft: sich hinter diesen beiden auf Rang drei einordnen. Weil die Junior Rockets ein Spiel gegen Chemnitz relativ unerwartet verloren hatten, käme da ein Sieg im Derby gegen Jena gerade recht. Vielleicht können die Gothaer aus der Partie in Berlin dennoch Kraft und Selbstvertrauen schöpfen. Dann dürfte es auch für Science City am Reformationstag ab 12 Uhr in der KGS nicht einfach werden.

Kraus (19), Pleta (9), Fliege (9), Reimschüssel (8), Belzer (8), Rösler (6), Curth (2), Arpasi (2), Strack (2), Herzog (2), Franke

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