Gotha: Erfolgreiche Orangerie-Ausstellung endet mit Jubiläumspflanzung
In der Herzoglichen Orangerie Gotha ist am Sonntag die Ausstellung „Zitrus, Kamelien, Ananas – Orangeriekultur im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha“ zu Ende gegangen. Gut 3.000 Gäste konnten die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten (STSG) und der Orangerie-Freunde Gotha e.V. an insgesamt 35 Öffnungstagen seit Ende Mai in der Ausstellung begrüßen. Zum Abschluss der Ausstellung pflanzten Parkverwalter Jens Scheffler von der STSG und Mitglieder des Vereins eine Kamelie der historischen Sorte ‚Prince Albert‘.
Anlass der Ausstellung war das 200-jährige Jubiläum des Herzogshauses Sachsen-Coburg und Gotha. Der Begründer des Herzogtums, Herzog Ernst I. prägte mit seiner Leidenschaft für Botanik die Residenzen des Doppelherzogtums nachhaltig. Davon profitierten neben der Rosenau bei Coburg auch die herzoglichen Gärten in Reinhardsbrunn, Molsdorf und Gotha. In der Herzoglichen Orangerie Gotha wurden unter Ernst I. unter anderem neue Blumenbeete angelegt, eine umfangreiche Kameliensammlung eingerichtet und die Ananastreiberei intensiviert.
Die Orangerie-Freunde unterstützten die STSG bei der Ausstellung auf vielfältige Weise. Mit einer Spende ermöglichten sie die Herstellung von Ausstellungselementen, außerdem sorgten sie an allen Freitagnachmittagen und mehreren Wochenenden ehrenamtlich für die Öffnung der Ausstellung, zusätzlich gab es immer wieder begleitende Kaffee-Nachmittage.
Am letzten Tag der Ausstellung erhielt die Kameliensammlung der Herzoglichen Orangerie royalen Zuwachs. Ein Exemplar der historischen Kameliensorte ‚Prince Albert‘ von 1841 fand im Kamelienhaus seinen Platz. Diese Sorte wurde Ende der 1830er Jahre aus China nach England eingeführt. Der Sortenname wurde 1841 zu Ehren von Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha vergeben, seit 1840 Ehemann der britischen Königin Victoria. Bei dem jetzt in Gotha gepflanzten Exemplar handelt es sich um einen Ableger einer alten Kamelienpflanze aus dem Botanischen Garten in Berlin-Dahlem.
Die Gartenkunst im Herzogtum Sachsen-Coburg Gotha steht im Jubiläumsjahr auch im Mittelpunkt des Herbstsymposions der STSG. Mit der Tagung zum Thema „‚All the world‘s a garden‘ – 200 Jahre Sachsen-Coburg und Gotha“ ist die STSG vom 22. bis 24. Oktober beim Kunstverein Coburg e.V. zu Gast. Die Vorträge behandeln die Gartenkunstwerke im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, aber auch Anlagen in ganz Europa, die nicht zuletzt den dynastischen Verbindungen des Herzogshauses zu verdanken sind. Beleuchtet werden der kulturelle Austausch auf dem Gebiet der Gartenkunst ebenso wie Persönlichkeiten und die heutige Gartendenkmalpflege. Programm und Anmeldung unter https://www.thueringerschloesser.de/herbstsymposion/



