Gotha: Vortrag zur Münzprägung und Wirtschaft unter Herzog Ernst I.
Vortrag: „Münzprägung, Geldumlauf, Post- und Reiseverkehr unter Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha“
Der Vortrag von Dr. Wolfgang Steguweit wird von der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt veranstaltet. Er untersucht bislang wenig erforschte Bereiche der beiden zwar 1826 verbundenen, aber dennoch weitgehend heterogenen Landesteile des Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha unter dem ersten Herzog Ernst I. Die getrennten Wirtschafts- und Verkehrsräume zusammenzuführen, war eine Aufgabe und Leistung der jeweiligen Beamten und Spezialisten.
Besonders deutlich spiegelt die Passungenauigkeit der monetäre Sektor mit unterschiedlichen Währungsusancen in den jeweiligen Umlaufgebieten wider. Aber auch der Post- und Reiseverkehr erforderte Lösungen zur Homogenisierung der Wirtschafts- und Verkehrsräume.
Der Vortrag baut somit „länderübergreifend“ eine Brücke zu den in der Ausstellung der Forschungsbibliothek Gotha hervorgehobenen Sammlungsexperten und deren Verdienste am Gothaer Hof mit Bibliothek, Kunstsammlungen und Münzkabinett.
Dr. Wolfgang Steguweit studierte Kunstgeschichte, Kunsterziehung, Germanistik und Pädagogik in Dresden und wurde 1980 an der Universität Halle mit einer Arbeit über die Geschichte der Münzstätte Gotha promoviert. Von 1971 bis 1988 leitete er das Münzkabinett der Museen der Stadt Gotha, im Anschluss war er Direktor des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin (ab 1992 bis 2009 deren stellv. Direktor). Wolfgang Steguweit hat zahlreiche Publikationen zur Münz- und Medaillenkunde veröffentlicht und 1992 die Schriftenreihe „Die Kunstmedaille der Gegenwart in Deutschland“ (ab 1996 „Die Kunstmedaille in Deutschland“) begründet. Er ist Mitglied der Historischen Kommission für Thüringen.
Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Jahresausstellung „Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen“. Unter dem Titel „Coburg | Gotha | 1826“ nehmen verschiedene Ausstellungen im Jahr 2026 das Dynastie-Jubiläum in den Blick. Während in Coburg Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha im Mittelpunkt steht, spüren die Friedenstein Stiftung Gotha und die Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt im Spiegelsaal auf Schloss Friedenstein den herzoglichen Netzwerken am Hof nach. Wer waren die Menschen, die um den Herzog wirkten und die Verwaltung und (Neu-)Gestaltung der Sammlungen im Zuge des Dynastiewechsels prägten? Weitere Informationen zu allen Ausstellungen in Coburg und Gotha sowie zum Rahmenprogramm finden Sie unter https://www.coburg-gotha-1826.de/.
Der Eintritt ist frei. Aufgrund begrenzter Kapazitäten bitten wir um eine Anmeldung bis zum 20. April unter veranstaltungen.fb@uni-erfurt.de.



