Reparieren muss einfacher, schneller und kostengünstiger werden
Statement von Keo Sasha Rigorth, Team Mobilität und Ressourcenschutz des Verbraucherzentrale Bundesverbands.
Wer das defekte Smartphone oder den kaputten Staubsauger reparieren lassen will, stößt oft auf Hürden. Eine forsa-Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt, dass die Reparatur eines Elektrogeräts für viele Verbaucher:innen (80 Prozent), die ein defektes Gerät gerne weiter genutzt hätten, oft zu teuer ist. Ein weiteres Hindernis: Häufig fehlen die passenden Ersatzteile für eine Reparatur. Über die Hälfte der Befragten (52 Prozent) konnten ein Elektrogerät aus diesem Grund schon einmal nicht reparieren lassen. Bis Juli 2026 muss die Bunderegierung die europäische Richtlinie Recht auf Reparatur in nationales Recht umsetzen. Keo Sasha Rigorth, Team Mobilität und Ressourcenschutz des Verbraucherzentrale Bundesverbands:
„Wenn das Smartphone kaputt geht, ist schnelle Hilfe gefragt. Mehrere Wochen auf ein Ersatzteil zu warten, ist bei einem Elektrogerät im täglichen Gebrauch eine Zumutung für Verbraucherinnen und Verbraucher. Dazu kommt: Für einen Großteil der Verbraucherinnen und Verbraucher ist eine Reparatur schlicht zu teuer. Dass dies den Menschen noch immer so schwer gemacht wird, ist mit Blick auf den teuer werdenden Verbraucheralltag unverständlich. Ein Elektrogerät zu reparieren, statt es wegzuwerfen, sollte die Umwelt und gleichzeitig den Geldbeutel der Menschen schonen.
Bei der Umsetzung des Rechts auf Reparatur muss die Bundesregierung deshalb klare Regeln im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher festlegen. Hersteller sollten verpflichtet sein, schnell und günstig Ersatzteile zur Verfügung zu stellen. Das spart Verbraucherinnen und Verbrauchern Zeit und Nerven und macht Reparieren attraktiver.“
Methode:
Repräsentative Telefonbefragung (27.10.-7.11.2025) von forsa im Auftrag des vzbv Basis: 1.000 Befragte (deutschsprachig) ab 18 Jahren, darunter 604 Befragte, die ein defektes Gerät gerne weitergenutzt hätten, dies aber nicht reparieren (lassen) konnten. Statistische Fehlertoleranz: max. ± 3 Prozentpunkte in der Gesamtstichprobe.


