Gaming und Gambling zum ersten Mal auf dem Stundenplan

Foto v.l.n.r.: Jochen Staschewski (Geschäftsführer der Thüringer Staatslotterie), Kati Lang (Schulleiterin), Stefan Krause (Projektleitung BG3000) pressefoto.jpg

Minister Maier unterstützt Prävention und digitale Bildung in Gotha

Gotha, 10. Dezember 2025. Thüringen geht seinen neuen Weg im Jugendmedienschutz konsequent weiter: Mit dem Modellprojekt „SMART CAMP – create & play responsibly“ bringt der Digitalbildungsanbieters BG3000 in Kooperation mit der Thüringer Staatslotterie ein bundesweit bewährtes Präventionsformat direkt in die Schule – passgenau zur Landesstrategie und der seit Februar 2025 aufgebauten Fachstelle Strategische Medienbildung. Nach dem erfolgreichen Kick-off in Erfurt folgt nun das zweite SMART CAMP an der Arnoldischule Gotha, einem staatlichen Gymnasium des Landkreises Gotha. Zwei Tage lang reflektieren rund 71 Schüler:innen der Jahrgangsstufe 8 Chancen und Risiken der digitalen Spielewelt – vom verantwortungsvollen Umgang mit Gaming bis zur klaren Abgrenzung zu Glücksspielangeboten.

Georg Maier, Thüringer Minister für Inneres, Kommunales und Landesentwicklung und Schirmherr des Gotha-Camps, betont die Bedeutung frühzeitiger Aufklärung im digitalen Raum: „Guter Jugendschutz heißt heute auch digitale Prävention und Resilienz. Je früher junge Menschen verstehen, wie Spielmechaniken in der Online-Welt funktionieren, wo Betrugs- und Abzockrisiken lauern und wie sie Warnsignale erkennen, desto besser können wir problematischem Verhalten vorbeugen. Das SMART CAMP setzt genau hier an – niedrigschwellig, praxisnah und direkt im schulischen Alltag.“

Jochen Staschewski, Geschäftsführer der Thüringer Staatslotterie, ordnet das Projekt in die Leitgedanken des Landes ein: „Wir setzen auf Aufklärung statt Verteufelung: Gaming begeistert – und genau diese Faszination nutzen wir, um kritisches Denken, Selbstbestimmung und ein gesundes Online-Offline-Gleichgewicht zu fördern. Das passt zu Thüringens Strategie, Medienkompetenz systematisch zu stärken und Jugendschutz in der Schule zu verankern.“

Am 9. und 10. Dezember sensibilisieren Psycholog:innen sowie Internet- und Rechtsexpert:innen zu Themen wie Stress & Sucht in virtuellen Welten, Datenschutz/Scam sowie Medienrecht und Geldspielmechaniken. Am zweiten Tag werden die Jugendlichen selbst aktiv: In den Kreativ-Workshops „Instagram entdecken“, „Kids in Motion“ und „Next Level Gaming“ entstehen eigene Medienprodukte, die zeigen, wie digitale Inhalte verantwortungsvoll und kreativ eingesetzt werden können.

Die Arnoldischule bietet im Landkreis Gotha ein ausgeprägtes Profil in Medienbildung und Informatik – in der Oberstufe auch auf erhöhtem Anforderungsniveau. Damit ist die Schule ein passender Ort, um digitale Mündigkeit und Prävention praktisch zu verankern.

Kati Lang, Schulleiterin der Arnoldischule Gotha, sieht einen klaren Mehrwert: „Unsere Schülerinnen und Schüler sind täglich online. Das SMART CAMP liefert konkrete Strategien gegen Stress, Suchtgefahren und unseriöse Anbieter – und zeigt zugleich, wie digitale Medien sinnvoll, kreativ und sicher genutzt werden können. Das ist Medienbildung, die unmittelbar wirkt.“

Simone Stein-Lücke, Geschäftsführerin von BG3000, resümiert: „Das SMART CAMP ist evaluiert und wirkt, die Schulen sind begeistert: Jugendliche verstehen, wie Gaming-Mechaniken funktionieren, erkennen Glücksspielrisiken und werden zugleich produktiv. Vom passiven Nutzer zum kreativen Gestalter – das ist der Kern unseres Ansatzes. Ein großes Dankeschön an die Thüringer Staatslotterie für die Initiative, dieses Thema in Thüringens Schulen zu bringen.“

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