Darmkrebsfrüherkennung geht auch von zu Hause
AOK PLUS senkt Hürden für den Stuhltest
Darmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland, doch nur etwa acht Prozent der Menschen über 50 Jahren nutzen derzeit die Früherkennungsuntersuchungen. Im Darmkrebs-Monat März startet Sachsens und Thüringens größte gesetzliche Krankenkasse deshalb in Kooperation mit der DoctorBox GmbH ein neues Angebot: Statt eine Stuhlprobe in der Arztpraxis abzugeben, können die Kundinnen und Kunden der AOK PLUS sich ein Test-Set nach Hause bestellen und ihre Probe per Post einsenden.
Sachsen und Thüringen gehören zu den am stärksten von Darmkrebs betroffenen Bundesländern. 30.000 Menschen lebten allein in Sachsen im Jahr 2023 mit der Diagnose Darmkrebs, in Thüringen waren es 16.500. Die Früherkennung ist bundesweit einheitlich geregelt: Männer und Frauen ab 50 Jahren können alle zehn Jahre eine Darmspiegelung (Koloskopie) durchführen lassen oder alternativ alle zwei Jahre einen Stuhltest machen. Die AOK PLUS erleichtert nun den Zugang zum Stuhltest durch ein Test-Set, das online direkt nach Hause bestellt werden kann.
„ Diese Angebote machen es möglich, Darmkrebs und seinen Vorstufen früh zu erkennen. Das verbessert die Heilungschancen für die Patientinnen und Patienten und erspart ihnen langwierige Therapien. Doch beide Untersuchungen sind für viele Menschen bislang schambehaftet und werden viel zu wenig genutzt. In unserer Rolle als Gesundheitslotsin haben wir einen Weg gesucht, die Hemmschwelle zu senken und unsere Versicherten zur Teilnahme an der Früherkennung zu motivieren.“

Dr. Stefan Knupfer
Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS
Wie es funktioniert und wer mitmachen kann
Über die Website plus.aok.de/darmkrebsvorsorge können AOK PLUS-Versicherte ab 50 Jahren den Test anfordern, wenn ihre letzte Darmspiegelung mindestens neun Jahre und ihr letzter Stuhltest mindestens zwei Jahre zurückliegt. Zu Hause wird die Stuhlprobe gemäß Anleitung durchgeführt und im vorfrankierten Umschlag kostenfrei an das Partnerlabor geschickt. Wartezeiten in der Arztpraxis entfallen. Das Ergebnis wird den Versicherten digital übermittelt. Bei einem auffälligen Befund erhalten sie einen Arztbrief zur weiteren Abklärung in ihrer Hausarztpraxis.
Pilotprojekt zeigt: Der neue Test findet mehr Nutzerinnen und Nutzer
„Wir sind überzeugt, dass wir mit dem neuen Angebot mehr Menschen für die Darmkrebsfrüherkennung gewinnen werden“, sagt Dr. Stefan Knupfer. „Unser Pilotversuch im Jahr 2024 hat gezeigt, dass ein niederschwelliger Zugang über einen Test von zu Hause insbesondere Menschen motivieren kann, welche bisher keine Angebote zur Darmkrebsfrüherkennung genutzt haben. Nun rollen wir das Angebot in Sachsen und Thüringen aus, denn uns ist wichtig durch ein einfaches Vorsorgeangebot, den Menschen mehr gesunde Jahre bescheren können.“



