Thüringenplan 2026: „In Würde altern“ – Thüringen stärkt Pflege und Unterstützung vor Ort
Die Thüringer Landesregierung hat auf ihrer Klausurtagung am 9. und 10. Februar in Eisenach den „Thüringenplan 2026“ beschlossen. Mit dem verbindlichen Arbeits- und Maßnahmenplan setzt das Kabinett auch klare Prioritäten für eine gute Gesundheitsversorgung. Ein zentrales Handlungsfeld: die zukunftssichere Gestaltung der Pflege.
Angesichts des demografischen Wandels, steigenden Pflegebedarfs und zunehmender Kosten bei gleichzeitig sinkendem Fachkräftepotenzial besteht hier enormer Handlungsbedarf. Unter dem Leitmotiv „Pflege – In Würde altern“ stellt das Thüringer Gesundheitsministerium im laufenden Jahr die Weichen für eine verlässliche und bezahlbare Pflege im Freistaat. Die Landesregierung setzt daher bewusst eigene landespolitische Akzente parallel zur angekündigten Bundesreform.
Gesundheitsministerin Katharina Schenk erklärt: „Die Pflege zukunftssicher zu gestalten, ist eine der größten sozialen Aufgaben unserer Zeit. Die Menschen in Thüringen müssen sich darauf verlassen können, dass sie im Alter gut versorgt sind – ohne dass Pflege zur finanziellen Überforderung wird. Darüber hinaus braucht es flächendeckende Beratungsangebote und unbürokratische Unterstützung für Pflegende Angehörige. Das sind unsere zentralen Vorhaben für dieses Jahr.“
Konkrete Maßnahmen 2026
Mit dem Thüringenplan 2026 verfolgt das Thüringer Gesundheitsministerium die nachfolgenden Zielstellungen:
- Ausbau kommunaler Pflegestützpunkte durch eine verlässliche Festbetragsförderung für die Kommunen
- Vorlage eines Pflegeentwicklungsgesetzes, unter anderem zur Verstetigung des Thüringer Pflegeentwicklungsplans
- Förderung von Kurzzeit- und Verhinderungspflegeplätzen, um pflegende Angehörige spürbar zu entlasten
- Grundlegende Novellierung der AUPA-Verordnung, um beispielsweise Nachbarschaftshilfe langfristig niederschwellig und unbürokratisch zu ermöglichen
- Ausweitung der Thüringer Initiative AGATHE (Älter werden in Gemeinschaft) auf weitere Landkreise
„Wir stärken die Beratung vor Ort, entlasten pflegende Angehörige und schaffen bessere Strukturen in Stadt und Land. Unser Ziel ist eine Pflege, die Lebensqualität sichert und gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht“, so Schenk weiter. „In Würde altern zu können, ist keine Frage des Wohnortes oder des Einkommens – es ist eine Frage der Gerechtigkeit.“
Die Landesregierung setzt dabei auf enge Zusammenarbeit mit Kommunen, Trägern, Pflegeeinrichtungen und Verbänden. Der Thüringenplan 2026 steht damit für eine Pflegepolitik, die wirtschaftliche Vernunft mit sozialer Verantwortung verbindet – und konkrete Verbesserungen für die Menschen im Freistaat schafft.



