Gotha: 60 Tonnen illegal entsorgter Müll im Jahr 2025
Die Problematik illegaler Müllentsorgungen im Stadtgebiet, in den Wohngebieten, auf städtischen Grünflächen oder städtischen Waldgebieten kann nur mit intensiven Maßnahmen bekämpft werden. Die Mitarbeitenden des „City Services“ und des Gartenamtes erlebten auch im Jahr 2025 hier hinsichtlich der von Unverbesserlichen angerichteten Vermüllung leider keine Verbesserung und mussten insgesamt 60 Tonnen Unrat dort auflesen, wo er die Umwelt belastet sowie Ungeziefer und Schädlinge anzieht.
Im Zeitraum von Januar bis Dezember 2025 wurden durch den „City Service“ insgesamt rund 32 Tonnen Müll eingesammelt und ordnungsgemäß entsorgt. Diese Zahl umfasst nicht nur die über die Deponie Wipperoda abgerechneten Abfallmengen, sondern auch Sperrmüll, Schrott, Elektro- und technische Altgeräte sowie vergleichbare Abfälle. Die Gesamtkosten der Entsorgung beliefen sich im Jahr 2025 auf rund 4.500 Euro. Zusätzlich wurden von den Mitarbeitern des Gartenamtes im selben Zeitraum auf den städtischen Grünflächen, den öffentlichen Spielplätzen, an Gewässern sowie im Stadtwald 28 Tonnen Müll eingesammelt und über den im Gartenamt befindlichen Container der Stadtwirtschaft Gotha GmbH entsorgt. Die Entsorgungskosten für diese gemischten Siedlungsabfälle betrugen im Jahr 2025 rund 8.100 Euro. Damit entstand im Jahr 2025 ein Müllaufkommen in einer Menge von insgesamt sechzig Tonnen.
Parallel dazu ist eine deutliche Zunahme der illegalen Müllablagerungen festzustellen. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger melden entsprechende Feststellungen beim Bürgeramt der Stadtverwaltung. Sowohl die Anzahl als auch die Größe der Ablagerungen haben im Vergleich zu den Vorjahren ein weiteres Mal zugenommen. In einzelnen Fällen gelingt es durch aufmerksame und engagierte Bürgerinnen und Bürger, Verursacher zu identifizieren. Vereinzelt werden auch Adressdaten im illegal entsorgten Müll aufgefunden. Diese Informationen, ebenso wie Fotodokumentationen, werden konsequent an das zuständige Umweltamt des Landratsamtes weitergeleitet.
Auch im Jahr 2025 mussten – wie bereits 2024 – wiederholt illegal entsorgte Autoreifen beseitigt werden. Die städtischen Grünanlagen werden regelmäßig gepflegt; zugleich melden Gartenanlagen immer häufiger ausgemisteten Haus- und Sperrmüll, der auf öffentlichen Wegen abgelegt wird. Immer wieder wird der „City Service“ gebeten, private Flächen zu beräumen. Diese Anfragen werden regelmäßig abgelehnt und an die jeweils zuständigen Stellen verwiesen.
Ein weiterer Problembereich sind Kleidercontainer, in deren Umfeld zunehmend Kleidungsstücke auf öffentlichen Flächen verteilt werden und zusätzlichen Reinigungsaufwand verursachen. Im Stadtgebiet bestehen zudem dauerhafte Problemstellen, die regelmäßig beräumt werden müssen, unter anderem in der Lindemannstraße, der Juri-Gagarin-Straße, der Pfullendorfer Straße, der Leinefelder Straße, im Müllersweg sowie in der Eisenacher Straße, auch bekannt als „Panzerstraße“.
Neben illegalen Müllablagerungen nimmt auch die Zahl dauerhaft abgestellter oder zurückgelassener Fahrzeuge auf öffentlichen Flächen zu. Diese behindern unter anderem die Stadtreinigung. Der Umgang mit vermeintlichen Schrottfahrzeugen stellt den „City Service“ vor zusätzliche organisatorische und rechtliche Herausforderungen, die nur in enger Abstimmung mit dem Landratsamt gelöst werden können.


