Gotha: Jahresbericht des Stadtarchivs vorgestellt
Das Stadtarchiv Gotha ist das „Gedächtnis der Stadt“. Als zentrale Kultureinrichtung bildet es eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, indem es die über 800-jährige stadtgeschichtliche Überlieferung verwahrt und pflegt, ihr Relevantes aus der eigenen Gegenwart hinzufügt und diese an künftige Generationen übergibt. Das Stadtarchiv ist ein Garant für die dauerhafte Sicherung authentischer Informationen und bedeutender Kulturgüter. Es ist ein Ort der Rechtssicherung und Transparenz.
So sorgt das Stadtarchiv im ca. 1.000 laufende Meter umfassenden Zwischenarchiv dafür, dass die Ablagen der Stadtverwaltung entlastet, die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen eingehalten und die Unterlagen sachgemäß gelagert werden und wiederauffindbar sind. Im Endarchiv hingegen wird in einem Umfang von ca. 1.400 laufenden Metern die historische Überlieferung der Stadt Gotha und ihrer Bürger verwahrt. Es handelt sich um einzigartige Quellen amtlichen und nicht amtlichen Charakters, die einerseits für die Wahrung rechtlicher Interessen der Stadt und ihrer Bürger und andererseits für die Erforschung der Geschichte und Gegenwart der Stadt unabdingbar sind.
Die vier Hauptaufgabenbereiche des Stadtarchivs sind die Übernahme und Bewertung von Unterlagen, das Aufbewahren und Sichern, das Erschließen und Nutzbarmachen sowie das Auswerten und Vermitteln. Jedes Jahr veröffentlicht das Stadtarchiv in seinem Jahresbericht die Nutzungszahlen aus dem Bereich Anfragenbeantwortung und Nutzerbetreuung. Sie verdeutlichen einmal mehr, dass das Stadtarchiv die Anlaufstelle für Stadtgeschichte ist. Der ausführliche Jahresrückblick ist auf der Internetseite des Stadtarchivs Gotha nachzulesen.
Der Auszug aus der Statistik zum Endarchiv 2025 zeigt insgesamt 706 Benutzungen. Davon entfielen 335 auf Benutzungen vor Ort, darunter 138 dienstliche Nutzungen. Zusätzlich wurden 371 schriftliche Anfragen beantwortet, wovon sich 203 auf Personenstandsregister bezogen. Für die Benutzung wurden insgesamt 2.632 Archivalien ausgehoben. Darüber hinaus entstanden 2.488 Reproduktionen von Archivgut, darunter 227 beglaubigte Kopien und 945 wiederverwendbare Scans. Die im Ehrenamt geleistete Arbeitszeit belief sich im Jahr 2025 auf insgesamt 108 Stunden.
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