Gotha: Historischer Vortragsabend – Die Grumbachschen Händel 1566/67
Am Dienstag, dem 20. Januar 2026, findet der erste Historische Vortragsabend im Jahr 2026 statt. Aufgrund der hohen Nachfrage, hält Dr. Philipp Walter von 18.00 bis 19.00 Uhr im Bürgersaal des Historischen Rathauses noch einmal seinen Vortrag mit dem Titel „Die Grumbachschen Händel 1566/67 und ihre Folgen für Gotha“.
Dabei dreht es sich um eine reichsweite Affäre um den Ritter Wilhelm von Grumbach, der wegen Landfriedensbruchs angeklagt war und von Herzog Johann Friedrich II. von Sachsen trotz der Reichsacht auf Schloss Grimmenstein Unterschlupf erhielt. Weil sich der Herzog der kaiserlichen Anordnung widersetzte, Grumbach auszuliefern, kam es schließlich zur Belagerung der Stadt Gotha durch kaiserliche und kursächsische Truppen.
Die Folgen waren gravierend: Die Geächteten wurden auf dem Gothaer Markt hingerichtet, die Stadtbevölkerung erlitt immense Verluste. Neben zahlreichen Toten kam es zu massiven Zerstörungen innerhalb und außerhalb der Stadt sowie zu erheblichen Verlusten an Hab und Gut. Zudem verlor Gotha seinen Status als Residenzstadt. Als symbolischer Akt der Unterwerfung wurden Schloss und Festung Grimmenstein vollständig geschleift.
Philipp Walter, Geschäftsführer der Historischen Kommission für Thüringen, hat sich im Zuge der neuen wissenschaftlichen Stadtgeschichte Gothas intensiv mit den Grumbachschen Händeln beschäftigt. In seinem Vortrag beleuchtet er sowohl die komplexen Ereignisse auf Reichsebene als auch die verheerenden Folgen der landesherrlichen Politik für die Stadt Gotha. Der Eintritt ist frei. Sitzplätze sind begrenzt. Anmeldung ist per E-Mail über stadtgeschichte@gotha.de möglich.
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