MDR-Film „Mensch Meyer! Hans, der Fußballphilosoph

Bildrechte: MDR Fotograf: Eik Galley

Leipzig (ots)

Der MDR-Film „Mensch Meyer! Hans, der Fußballphilosoph“ begleitet den erfolgreichen Fußballtrainer Hans Meyer zu Trainingsplätzen und Stadien, wo er viele seiner Erfolgsgeschichten geschrieben hat. Dabei schaut der für Selbstironie und Sarkasmus bekannte Meyer auf seine besondere Laufbahn im Fußball-Geschäft. Der 90-minütige Film wird am 8. Januar 2026 in Jena vor Publikum präsentiert. Er ist ab 9. Januar 2026 in der ARD Mediathek verfügbar und am 11. Januar 2026 um 22.25 Uhr in der Sendereihe „Legenden“ im MDR-Fernsehen zu sehen.

MDR-Autorin Marion Tetzner und MDR-Autor Eik Galley reisten mit Hans Meyer zu zehn Drehorten, an denen er die Vertrauten seiner Trainerlaufbahn wiedertraf. Sie begleiteten den Fußballtrainer, der von der strengen DDR-Fußballschule genauso geprägt wurde wie von der niederländischen Leichtigkeit aus seiner Zeit bei Twente Enschede. Entstanden sind 90 Minuten voller Vitalität und skurriler Wendungen – mit neuen lockeren Sprüchen. Meyer präsentiert sich – wie gewohnt – mal selbstironisch, mal sarkastisch, nie langweilig. Er ist auch mit 83 Jahren der wache Geist, den seine Fans geliebt haben.

Öffentliche Filmvorführung am 8. Januar in Jena

Der MDR lädt auch Journalistinnen und Journalisten zur Filmvorführung in Jena ein. Hier können Sie sich anmelden. Mit dabei sind neben Hans Meyer und einigen seiner Wegbereiter, auch Autorin Marion Tetzner, Autor Eik Galley und MDR-Sportchef Raiko Richter.

Meyer – Erfolgstrainer mit Selbstironie

In Jena versuchte er sich als Spieler, war mit den Füßen nicht schnell genug, aber im Kopf schon. So übernahm er mit nur 28 Jahren beim FC Carl Zeiss Jena die Meistermannschaft des großen Georg Buschner. Im neuen Stadion an den Kernbergen zeichnet er noch einmal den rauschhaften Weg ins Europapokalfinale 1981 nach.

In Chemnitz, wo Meyer den FC Karl-Marx-Stadt in den Europapokal führte, erklärt ihm Torsten Bittermann wie rabiat er als junger Spieler Meyer einst als Trainer empfunden hat. Meyer trifft dort auch Christoph Franke, seinen ehemaligen Co-Trainer.

Im niederländischen Enschede erinnert sich sein Spieler Berthil ter Avest, dass Meyer den trainingsfreien Mittwoch abgeschafft und das gemeinschaftliche Essen eingeführt hat.

Meyer – Pokalsieger, Philosoph, Legende

In Mönchengladbach feiert Meyer mit den Größen des Klubs den 125. Vereinsgeburtstag. Als die Borussia sich in der 2. Bundesliga verlor, führte Meyer auf dem Bökelberg den sogenannten „Spelersroom“ ein (einen Spielerraum als Treffpunkt für das Team) und den Klub zurück in die Bundesliga. In Nürnberg bewarf ihn der Verteidiger Javier Pinola vor Wut mit seinem nassen Trikot. Kurz darauf holte Meyer mit dem fränkischen Klub den DFB-Pokal.

Meyer ist der einzige Trainer, der Pokalsieger in Ost und West wurde. Er ist eine Legende und ein Fußballphilosoph. Sein Ex-Spieler Max Eberl, heute Sportvorstand des FC Bayern München, sagt über die Zeit unter ihm: „Zum ersten Mal habe ich verstanden, warum wir trainieren, wie wir trainieren.“

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