Zukunft des Hochschulstandorts Thüringen

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Landeswissenschaftskonferenz berät über strategische Entwicklung und Fachkräftesicherung 

Die 7. Thüringer Landeswissenschaftskonferenz (LWK) ist heute unter dem Vorsitz von Wissenschaftsminister Christian Tischner in Erfurt zusammengekommen. Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft diskutierten über die zentralen Zukunftsfragen der Hochschullandschaft in Thüringen und über konkrete Maßnahmen zur Sicherung des Fachkräftebedarfs im Freistaat. Im Fokus des ersten Tagesordnungspunktes stand die Diskussion über die strategische Weiterentwicklung der Hochschulen.

Minister Christian Tischner nutzte die Konferenz, um die Notwendigkeit einer klaren Ausrichtung zu betonen und um die Mitglieder um ihre Expertise zu bitten. Er informierte zudem über die Verlängerung der derzeit gültigen Rahmenvereinbarung V bis Ende 2026, welche unter anderem eine Steigerung der Finanzausstattung um 3,5 Prozent gegenüber 2025 vorsieht. Inhaltliche Schwerpunkte für das Übergangsjahr 2026 sind die Lehrerbildung, die Entwicklung des IT-Zentrums zum IT-Systemhaus sowie der Bürokratieabbau an den Hochschulen.

„Die Landeswissenschaftskonferenz ist der ideale Ort, um über die Weiterentwicklung unserer Hochschullandschaft zu diskutieren und um gemeinsam unsere Zielvorstellungen für die Zukunft zu definieren“, sagte Wissenschaftsminister Tischner. „Wir müssen die vorhandenen Ressourcen effektiver einsetzen, aber mindestens genauso wichtig ist das Ziel, die Qualität des Studiums in Thüringen zu verbessern, die Sichtbarkeit zu erhöhen und die Profilierung unserer Hochschulen zu forcieren. Gerade bei großen Forschungsförderungen benötigen unsere Hochschulen eine noch größere Schlagkraft, die wir anstreben müssen. Ich danke allen Mitgliedern für die wertvollen Impulse und Anregungen. Ihre Expertise fließt nun unmittelbar in die Erarbeitung der strategischen Ziele für die kommenden Jahre ein, um den Hochschulstandort Thüringen zukunftssicher zu gestalten.“

Der zweite Themenblock widmete sich der zunehmend wichtigen Frage, wie internationale Studierende nach ihrem Abschluss in Thüringen gehalten werden können. Hierzu hielt Professor Sinzinger von der Technischen Universität Ilmenau einen Impulsvortrag. Der Minister und die Mitglieder der LWK diskutierten gemeinsam, welche praktischen Hürden dem Verbleib der internationalen Absolventen im Wege stehen und wie diese durch gemeinsames Handeln von Land, Hochschulen und Kommunen abgebaut werden können.

Dazu Minister Christian Tischner: „Angesichts der demographischen Entwicklung, sinkender Studierendenzahlen und des spürbaren Fachkräftemangels wird das Thema Bleibeperspektiven für internationale Studierende immer wichtiger. Es ist unser erklärtes Ziel, zur Attraktivität Thüringens als Ort des Studierens und anschließend daran als Ort des Arbeitens und Lebens beizutragen. Wir wissen, dass internationale Absolventinnen und Absolventen oft auf ganz unterschiedliche Hürden stoßen, obwohl sie hierbleiben möchten. Diese gilt es nun zügig abzubauen.“

Die in der Landeswissenschaftskonferenz gesammelten Hinweise, Ideen und Vorschläge der verschiedenen Akteure werden nun als wichtige Grundlage für die künftige Hochschulentwicklungsplanung genutzt.

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