Mit Kaminreiniger, Kolbe-Elektrolyse und KI zum Erfolg

Zwanzig Jungforschende aus Thüringen qualifizieren sich für das 60. Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb

Für den 60. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich zwanzig junge MINT-Talente aus Thüringen qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden gestern in Jena ausgezeichnet. Beim diesjährigen Landeswettbewerb, gemeinsam ausgerichtet von der JENOPTIK AG und der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT), präsentierten 82 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 34 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Luca Buchwald (16), Janek Ritz (15) und Constantin Kupfer (15) vom Heinrich-Ehrhardt-Gymnasium in Zella-Mehlis. Sie entwickelten den Prototyp eines neuartigen Roboters für die Kaminreinigung. Er trägt zu mehr Arbeitssicherheit bei, da Schornsteinfeger das Gerät vom Boden aus bedienen können und so das Dach nicht betreten müssen. 

Ebenfalls einen Landessieg in Arbeitswelt errangen Oskar Rost (17) und Marius Strauß (17) vom Adolf-Reichwein-Gymnasium Jena. Sie wollen eine fairere und transparentere Bewertung von schulischen Leistungen ermöglichen. Dazu entwarfen sie eine KI-basierte Software zur Korrektur von Prüfungen, die Fehlererkennung, Punktabzüge und Notenvorschläge automatisiert, sodass die Schülerinnen und Schüler zeitnah ein fundiertes Feedback erhalten.

Im Fachgebiet Biologie siegten Linnéa Fröber (18), Anika Stephan (18) und Mara Hanse (17) vom Carl-Zeiss-Gymnasium Jena. In ihrem am Institut für Mikrobiologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena erarbeiteten Forschungsprojekt stellten sie ein gentechnisch verändertes Escherichia coli-Bakterium her, das sich als Sensor für den Nachweis des Antibiotikums Tetracyclin verwenden lässt. 

Albert-V. Meyer (18), Joshua Schraud (17) und Paula Kaltwasser (18) vom Staatlichen Gymnasium „Albert Schweitzer“ Erfurt überzeugten die Jury im Fachgebiet Chemie. Angesichts der Endlichkeit fossiler Energieträger befassten sie sich mit der umweltfreundlichen, ausschließlich strombasierten Herstellung von Diesel mithilfe der sogenannten Kolbe-Elektrolyse.

Den Landessieg im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften errangen Johannes Adrian Rudolf (17), Johannes-Konstantin Schmidt (19) und Tilman Nikolaus Bald (17) vom Staatlichen Gymnasium „Albert Schweitzer“ Erfurt. Sie erforschten sogenannte Sternhaufen und Kugelsternhaufen. Mit einer selbst programmierten Software konnten sie Struktur und Bewegungsverhalten der Sternsysteme modellieren. 

Im Fachgebiet Physik waren Nils Lange (18), Cécile Friedrich (18) und Lucas Meier (18) vom Staatlichen Gymnasium „Albert Schweitzer“ Erfurt erfolgreich. Die drei entwickelten Ansätze zur Optimierung des Flettner-Rotors, einer alternativen Antriebstechnologie zur Nutzung von Windkraft. Es gelang ihnen, durch gezielte Modifikation der Endkappen die Leistungsfähigkeit des Rotors zu verbessern. 

Tessa Sophie Kurth (18), Ineke Albus (17) und Oscar Glaser (17) vom Staatlichen Gymnasium „Albert Schweitzer“ Erfurt setzen sich in Technik durch. Die Jungforschenden verwendeten Carbonfasern, um eine innovative Sohle für Fußorthesen herzustellen, die Schlaganfallpatienten gezielt beim Anheben der Füße unterstützen.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 60. Bundesfinale vom 29. Mai bis 1. Juni 2025 in Hamburg statt. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg als Bundespate. Premiumförderer der Siegerehrung ist die Lufthansa Technik AG. 

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