AOK PLUS informiert anlässlich des Darmkrebsmonates März
Viele Menschen fürchten eine Krebserkrankung, dennoch nehmen zu wenige die Möglichkeit der Früherkennungsuntersuchungen wahr. Dabei können rechtzeitig erkannte Tumore die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung erheblich steigern und so Leben retten. Aus diesem Grund erinnert die AOK PLUS im Darmkrebsmonat März daran, regelmäßig an diesen wichtigen Untersuchungen teilzunehmen.
Nach aktuellen Zahlen aus dem Gesundheitsatlas Deutschland des Wissenschaftlichen Instituts der AOK waren 2022 in Thüringen 16.600 Menschen an Darmkrebs erkrankt, also jeder hundertste Mensch ab 25 Jahren (1,0 %). Damit lag Thüringen hinter Sachsen-Anhalt bundesweit an zweithöchster Stelle. Auswertungen der AOK PLUS-Versicherten zeigen, dass Darmkrebs bei Frauen und Männern sogar die dritthäufigste Krebsart ist.
Früherkennung ist das A und O
Dazu Dr. Stefan Knupfer, Vorstand der AOK PLUS: „Gerade im Blick auf die vielen Darmkrebserkrankungen möchten wir als Gesundheitskasse noch einmal auf die Bedeutung der Früherkennung aufmerksam machen: Die Heilungschancen sind umso besser, je eher eine Krebserkrankung erkannt wird. Unsere Kunden können die Darmkrebsfrüherkennung deshalb bei bestehenden Risikofaktoren bereits ab 40 statt regulär ab 50 Jahren nutzen. Bei der Darmspiegelung können Vorstufen von Krebs entdeckt und auch direkt entfernt werden, sodass Krebs gar nicht erst entstehen muss. Alarmierend ist jedoch, dass nur knapp ein Fünftel der anspruchsberechtigten AOK PLUS-Mitglieder das Angebot der Darmkrebsfrüherkennung nutzte. Die Tendenz ist zwar leicht steigend, aber es besteht noch viel Luft nach oben. Wir rufen unsere Kundinnen und Kunden daher ausdrücklich auf, die für sie kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen.“
Das gehört zur Darmkrebsfrüherkennung
Ab dem 50. Geburtstag haben alle gesetzlich Versicherten Anspruch auf eine regelmäßige Darmkrebsfrüherkennung, die direkt über die elektronische Gesundheitskarte abgerechnet wird. Die AOK PLUS lädt ihre Kundinnen und Kunden sogar per persönlichem Anschreiben dazu ein. Männer und Frauen können einen Stuhltest auf nicht sichtbares Blut machen lassen. Die umfangreichere Darmspiegelung (Koloskopie) gab es bislang für Männer ab 50 und für Frauen ab 55 Jahren. Zum 1. April 2025 wird diese Regelung vereinheitlicht, sodass alle Menschen bereits ab 50 Jahren einen Anspruch auf eine Darmspiegelung haben.
Das PLUS für Versicherte: Zehn Jahre früher zur Darmkrebsfrüherkennung
Mit steigendem Alter erhöht sich zwar das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Dennoch erkranken auch zunehmend immer jüngere Menschen. Aus diesem Grund können Versicherte der AOK PLUS mit bestehenden Risikofaktoren bereits ab einem Alter von 40 Jahren die Darmkrebsfrüherkennung nutzen, also insgesamt zehn Jahre früher, als es derzeit gesetzlich vorgesehen ist. Zu Risikofaktoren zählen unter anderem ein erhöhtes familiäres Risiko, schlechte und unausgewogene Ernährung, fehlende Bewegung und die Einnahme bestimmter Medikamente. Die Prüfung der vorliegenden Risikofaktoren erfolgt durch den behandelten Arzt. Konkret beteiligt sich die AOK PLUS alle zwei Jahre mit maximal 50 Euro am Stuhltest zur Darmkrebsfrüherkennung sowie alle fünf Jahre mit maximal 200 Euro an einer Darmspiegelung. Die Kosten werden gegen Vorlage einer spezifizierten Rechnung unter Bezeichnung der vorliegenden Risikofaktoren erstattet.
Weitere Informationen unter aok.de/pk/leistungen/krebsvorsorge-frueherkennung/darmkrebsvorsorge.