Dienstag, Januar 7, 2025

Gefährliche Zugfahrt: Mann klammert sich außen an Zug in Erfurt fest

Triebfahrzeug am Haltepunkt Erfurt-Ost/ Foto: Bundespolizeiinspektion Erfurt

Erfurt, Erfurt Hauptbahnhof, Erfurt-Ost (ots)

Das Mitfahren in einem Zug gilt gemeinhin als sichere Art der Fortbewegung. Anders verhält es sich, wenn der Fahrgast außen am Zug mitreist.

Gegen 18:20 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion Erfurt am Freitagabend durch die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn über einen ungewöhnlichen Passagier informiert. Dieser soll an der Außenhülle eines Regionalzuges vom Erfurter Hauptbahnhof in Richtung Erfurt-Ost mitgefahren sein.

Mit Sonder- und Wegerechten verlegten Bundespolizisten in Richtung Erfurt-Ost. Dort stand ein Nahverkehrszug, der in Fahrtrichtung Sangerhausen unterwegs war. Die Befragung des Triebfahrzeugführers ergab, dass eine männliche Person an der äußeren Zugspitze gesichtet wurde. Daraufhin wurde vor dem Haltepunkt Erfurt-Ost ein Nothalt eingelegt. Der Mann soll sich dann fußläufig durch das Gleisbett entfernt haben. Bundespolizisten konnten diesen anhand der Personenbeschreibung kurze Zeit später am Haltepunkt ausfindig machen.

Der 40-jährige Deutsche gab an, dass er am Hauptbahnhof Erfurt sein Fahrrad in den Zug gestellt hat und anschließend noch eine Zigarette rauchen wollte. Währenddessen setzte sich die Bahn in Bewegung. Der Mann wollte sein hochpreisiges Fahrrad nicht aufgeben und schaffte es auf den Tritt des Fahrerstandes vom Zug zu gelangen. Die Sichtung der Videoaufnahmen durch die Bundespolizei ergab, dass die Aussagen des Mannes zutrafen. Wie es der 40-Jährige bei hohen Fahrtgeschwindigkeiten und den winterlichen Außenbedingungen geschafft hat, sich an der Außenfassade des Zuges festzuklammern, bleibt das Geheimnis seines Schutzengels. Augenscheinlich blieb der Mann unverletzt.

Aus Sicherheitsgründen musste die Strecke bis kurz vor 19 Uhr gesperrt werden. Die betrieblichen Folgen des lebensgefährdenden Handelns des Mannes waren Ausfälle von -2- Nahverkehrszügen und 124 Minuten Verspätungen bei -3- Zugverbindungen.

Sein Fahrrad hat der 40-Jährige nun wieder. Doch strafrechtlich muss er sich wegen einer betriebsstörenden und -gefährdenden Handlung verantworten. Sein Schutzengel kommt straffrei davon.

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Erfurt, übermittelt durch news aktuell.

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