So viel ist Ihr Haus in Gotha wirklich wert … 

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
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Die Mietpreise steigen nahezu überall in Deutschland, auch viele Städte und Gemeinden in Thüringen sind hiervon betroffen. Doch wie verhält es sich mit den Immobilienpreisen und ist gerade jetzt ein sinnvoller Zeitpunkt für Mieter, sich für den Erwerb eines Hauses oder einer Eigentumswohnung zu interessieren? Zustand und Lage spielen als wesentliche Faktoren ein, was bei Eigentümern mit Verkaufsabsicht zu einer größeren Motivation für energetische Sanierungen führen sollte.

Immobilienpreise im stetigen Wandel

Der Immobilienmarkt unterliegt seit Jahren bundesweit keinem einheitlichen Bild. Waren Immobilien über ein Jahrzehnt hinweg dank niedriger Zinssätze günstig zu finanzieren, hat sich die Marktlage grundsätzlich verändert. Potenzielle Käufer achten deshalb aktuell genau auf die Preisgestaltung seitens aktueller Eigentümer und suchen nach Ansatzpunkten, Kosten beim Immobilienkauf zu reduzieren.

Speziell für den Zuzug nach Gotha und in die Thüringer Region ergibt sich ein spannendes Bild im Vergleich zu anderen deutschen Regionen. Wer eine Ausbildung in Gotha und den umliegenden Gemeinden beginnt oder sich hier als Mieter niederlassen möchte, wird auf ein gängiges Mietniveau stoßen, während der Immobilienkauf vor allem im Landesschnitt vergleichsweise günstig ist.

Preise in Gotha vergleichsweise attraktiv

Nach einer aktuellen Erhebung der Immobilienpreise im Kreis Gotha liegt der Kaufpreis für Wohnungen im aktuellen Jahr bei 1.435 Euro pro Quadratmeter. Dies stellt zum Vorjahr eine Absenkung von mehr als 29 % dar. Verglichen mit anderen Städten und Regionen von Thüringen liegt dieses Preisniveau sogar mehr als 40 % unter dem Durchschnitt.

Für Häuserpreise ist es in diesem Zeitraum zu einem Anstieg von mehr als 14 % gekommen, das Niveau liegt mit 2.174 Euro im Bundesschnitt jedoch immer noch auf einem niedrigen Niveau. Für Thüringen selbst zeigt sich der klare Unterschied zwischen Städten und der ländlichen Region, hier liegt der genannte Betrag pro Quadratmeter knapp 10 % über dem Landesdurchschnitt.

Ansprüche von Käufern und Mietern steigen

Der etwas höhere Preis für Häuser in Gotha verglichen mit der ländlichen Region hat vor allem infrastrukturelle Gründe. Die Nähe zu Schulen oder die gegebenen Einkaufsmöglichkeiten sind für Käufer oft noch interessanter als für Mieter, die nicht für Jahre und Jahrzehnte mit einem gleichen Wohnsitz planen.

Zudem steigen die Ansprüche und Vorstellungen der Käufer, was eine zeitgemäße Immobilie zu bieten hat. Ein älteres Baujahr muss dabei nicht abschrecken, sofern die Immobilie einen gepflegten Zustand aufweist und sich der Eigentümer regelmäßig um eine Modernisierung des Wohnraums bemüht hat. Dies gilt vor allem auf zwei Ebenen: energetische Modernisierungen zur Reduktion der Nebenkosten und eine barrierefreie Gestaltung der Wohnräume für eine gehobene Lebensqualität im höheren Lebensalter.

Zukunftsweisend in die eigene Immobilie investieren

Für potenzielle Verkäufer bedeuten diese Überlegungen, gezielt ins eigene Gebäude zu investieren, bevor es zu einem Verkauf kommt. Tatsächlich kann sich eine nachhaltige Sanierung oder Modernisierung so sehr lohnen, dass die Investitionskosten kleiner als die Wertsteigerung der Immobilie beim Verkauf ausfallen. Umso mehr, wenn eine staatliche oder regionale Förderung beansprucht wird.

Zu den zukunftsweisenden Erweiterungen der Immobilie gehören auch die Installation von Photovoltaikanlage, die Anbringung einer Wallbox zur Förderung der E-Mobilität oder die Umstellung auf zeitgemäße Heiztechnologien. Wovon der Eigentümer selbst nur wenige Monate oder Jahre profitiert, kann zu einem starken Argument bei den Verkaufsgesprächen werden. Umso mehr, wenn im ländlichen Raum preiswertere Immobilienangebote warten. 

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